Fenster sanieren und tauschen leicht gemacht. Müssen die Fenster hergerichtet werden, gibt es verschiedene Instandsetzungsarbeiten.

Von NÖN Sonderjournal-Redaktion. Erstellt am 13. November 2020 (04:16)
Ob Fenster lediglich saniert oder ganz ausgetauscht werden sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab.  
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  • Unbrauchbare und fehlende Teile werden durch neue ersetzt oder ergänzt. Alle Ersatzteile sollten dann mit einem Rostschutz versehen werden.
  • Alle mit den Fenstern in Verbindung stehenden beweglichen und festen Metallteile werden auf richtige Funktion überprüft und instandgesetzt.
  • Lockere Bänder werden in den Lappen durchbohrt und mit korrosionsgeschützten Schrauben neu befestigt.
  • Vorstehende Holz- oder Sternnägel werden abgeschliffen, lockere ausgewechselt und eingeleimt.
  • Regenschutzschienen werden neu abgedichtet.
  • Lockere Wetterschenkel werden demontiert und neu befestigt, schadhafte durch neue ersetzt.
  • Holzfehler, Risse und bewitterte Konstruktionsfugen bei den Flügeln und Rahmen werden aufgeweitet und mit Zweikomponenten-Füllmasse verschlossen.
  • Schadhafte Holzteile an Stöcken und Flügeln werden ausgebaut.
  • Stark verzogene Flügel werden durch neue ersetzt.
  • Lockere Holzverbindungen werden geöffnet und neu verleimt.
  • Verwitterte Holzoberflächen werden abgeschliffen.

Wer sich daran wagt, die Fenster selbst auszutauschen, sollte schon einige Erfahrung im Heimwerken haben.
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Wer den Schritt zum Austausch gehen muss, kann das als besonders versierter Handwerker auch selbst machen:

  • Zunächst müssen die alten Fensterflügel und -rahmen entfernt werden. Dafür wird der Rahmen idealerweise mit Fuchsschwanz oder Elektro-Säbelsäge eingeschnitten und dann mithilfe von Stemmeisen und Hammer herausgelöst.
  • Danach wird die innere und äußere Fensterbank demontiert. Nun werden der alte Fensterrahmen, die Rahmenlaschen und -dübel sowie der alte Putz entfernt. Hierfür eignen sich ein Winkelschleifer, Hammer und Meißel. Auch ein wenig Reparaturmörtel könnte benötigt werden.
  • Nun sollte ein Dekompressionsdichtband am Fensterrahmen angebracht werden. Danach wird der Rahmen in der Maueröffnung auf Tragklötze aufgesetzt und mit Keilen fixiert, wobei rundherum etwa 20 mm Abstand sein sollten.
  • Mit den Rahmendübeln wird der Rahmen dann in den vorgesehenen Bohrlöchern fixiert, die Fensterflügel werden montiert und die Fugen mit Montageschaum ausgeschäumt.
  • Am Ende werden die neuen Fensterbänke montiert, und der Rahmen wird gut abgedichtet. Hier sollte sehr gewissenhaft und genau gearbeitet werden.

 

Artikel aus dem Journal "Bauen, Wohnen, Energiesparen" .