Gasthaus Pöhn als "Karpfenwirt" ausgezeichnet. Der Niederösterreichische Teichwirteverband zeichnete am 8. Jänner das Gasthaus Pöhn in Nondorf mit der Auszeichnung „Karpfenwirt“ aus und lud zu diesem Anlass zum gemeinsamen Abendessen dorthin ein.

Von Martina Hofer. Erstellt am 09. Januar 2020 (14:26)
Der NÖ Teichwirteverband verlieh dem Gasthaus Pöhn die Auszeichung „Karpfenwirte“. Im Bild: Martina Diesner-Wais, Anna Pöhn, Josef Pöhn, Martin Pöhn, Leo Kirchmaier, Gabriela Fischer-Ankern, Willibald Hoflehner, Daniel Pöhn, Andreas Fischer-Ankern, Christoph Klinger, Melanie Haslauer, Josef Laier und Martin Spitaler (von links).
Martina Hofer

Der Verband der Niederösterreichischen Teichwirte verleiht bereits seit vielen Jahren eine Auszeichnungen an Gastronomiebetriebe, die sich besonders in der Zubereitung von Waldviertler Karpfen verdient gemacht haben, entweder als „Karpfenwirte“ oder in weiterer Folge mit der „Karpfenhaube“. Erkennbar ist das durch das Führen der Keramiktafel mit dem Sujet der geschützten Wort-Bild-Marke des „Waldviertler Karpfens“ und mit dem Zusatz „Gasthaus“ oder „Haube“.

Leo Kirchmaier, Verbandsgeschäftsführer, merkte bei der Urkundenverleihung an, dass sich das Karpfenessen bzw. die Fischteiche positiv auf den Klimaschutz auswirken, da ein guter Karpfen einen guten Umweltzustand voraussetze und vice versa.

Die Richtlinien des Verbandes sind daher auch streng und eine Auszeichnung erhalten nur jene Gastronomie-Betriebe, die Qualitätskarpfen aus dem Waldviertel zubereiten. Das Gasthaus Pöhn hat sich diese Auszeichnung verdient.

„Wirte sind die Botschafter des Karpfens"

Andreas Kainz Obmann Stellvertreter des Teichwirteverbandes sagte dazu: „Wirte sind die Botschafter des Karpfens. Das Problem, dass der Karpfen einen erdigen Geschmack hat, muss heute niemand mehr fürchten. Nachhaltigkeit und kurze Transportwege sorgen beste Qualität. „Unsere Wirte haben einen guten Karpfen und dieser gute Ruf muss verteidigt werden“, so Kainz.

Martina Diesner-Wais sieht im Waldviertler Karpfen ein authentisches Produkt, das auch kein anderes Viertel nachmachen kann. So wie der Waldviertler Mohn und die Erdäpfel schmecken auch die Fische anders aufgrund des kühlen Klimas und der damit verbundenen längeren Wachstumsdauer. „Man darf stolz auf diese Produkte sein. Darauf sollte man aufbauen. Ich bin der Meinung, dass eine konventionelle, regionale Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft und für kurze Wege sorgt, nachhaltiger ist als Bio.“

Typisch für das Gasthaus Pöhn sei laut Diesner Wais, dass sich hier jeder fühlt wohlt. „Nicht umsonst sagte der Vizebürgermeister immer: ‚Mein Wohnzimmer ist der Pöhn‘.“ Der Betrieb steht für Qualität und daher wünscht Diesner-Wais der Familie weiterhin Erfolg.