Zwei Jubiläen für „Mr. Planet Music“ . Seit acht Jahren ist „Mr. Planet Music“ Josef „Muff“ Sopper (61) leidenschaftlicher Hainburger (Bezirk Bruck). Das kommende Wochenende verbringt der Veranstaltungs-Profi auf der Wiener Donauinsel – dort ist er für zwei Bühnen verantwortlich.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 18. Juni 2019 (07:24)
Sopper
Josef „Muff“ Sopper über den Dächern Hainburgs, im Hintergrund der Braunsberg.

37 Jahre ist es her, als Josef „Muff“ Sopper den Verein TONAU gründete, den Vorläufer der „Vereinigten österreichischen Musikförderer“ (VÖM). Der „gelernte“ Musiker machte sich in Wien rasch einen Namen. Er war von Anfang an (heuer zum 35. Mal) ins Wiener Donauinselfest eingebunden und übernahm vor exakt 30 Jahren das ehemalige Jugendzen-trum Fritz in der Adalbert-Stifter-Straße in Wien-Brigittenau.

Sopper machte daraus das Rockhaus, später als Planet Music bekannt. Unfassbar, aber wahr: Gleich im ersten Jahr feierte die Metal-Band Sepultura bei Sopper Europa-Premiere, Rammstein lieferte im Planet Music 1996 die erste Show in Österreich ab. Neben Auftritten des Who is who unter den Austro-Poppern war das Planet Music auch guter Boden für Kabarettisten: Der St. Pöltner Alexander Bisenz begeisterte als „Wrbala“ in 24 ausverkauften Shows seine Fans.

2008 kam’s zum Standortwechsel. Das Planet Music musste einem Wohnprojekt weichen, Sopper übernahm die Bank Austria Halle im Gasometer, danach die ((szene)) und – als jüngstes Baby – die SimmCity – alle Locations befinden sich in Wien-Simmering.

In Hainburg genießt Sopper die Ruhe

Von dort aus ist es fast nur ein Katzensprung bis in Soppers Heimatbezirk Bruck an der Leitha. Denn die Familie ist seit 2011 in Hainburg zu Hause. Hier genießt er – im Gegensatz zum alten Wohnort in Wien-Döbling – die Ruhe, nimmt am lokalen Leben teil und hilft auch, wenn’s ums Organisieren geht.

„Für die vorjährige White Wine Fashion Danube habe ich Dela Dap geholt. Heuer hätte ich Russkaja an der Hand gehabt.“ Leider habe die Gemeinde nicht die notwendigen finanziellen Ressourcen, bedauert Sopper.

Er selbst verbringt das kommende Wochenende wieder auf der „Insel“ in Wien. Der Planet Music & Media-Geschäftsführer ist nicht nur Chef einer Veranstaltungsagentur, Betreiber mehrerer Locations und deren Gastronomie, sondern auch für zwei Bühnen am Donauinselfest verantwortlich.

„Das hervorragende Betriebsklima überträgt sich auf die Künstler“

„Auf der Radio FM4/Planet.tt-Bühne präsentiere ich unter anderem heimische Acts wie Camo & Krooked, Jugo Ürdens, Last Band Standing und Scheibsta und die Buben.“ Besonders stolz ist Sopper auf den Samstag-Headliner um 22.40 Uhr: Yung Hurn, im Vorjahr „am Frequency der Topact“, freut sich Sopper. „Da wird’s extrem eng bei uns werden.“

Nach all den Jahren sei das Musikbusiness immer noch herausfordernd, merkt Sopper an. Wie wohl das Planet Music-Team viel zum Erfolg beitrage: „Das hervorragende Betriebsklima überträgt sich auf die Künstler.“ Und zur Erholung nach den stressigen Konzertveranstaltungstagen freut sich „Muff“ auf den Blick Richtung Braunsberg. In Hainburg, wo „du fast den ganzen Tag Sonne hast“.