Überwiegend gutes Zeugnis für Badezusätze. Ein Bad wärmt nach einem kalten Wintertag Körper und Seele - mit dem richtigen Badezusatz ganz ohne bedenkliche Inhaltsstoffe.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 11. Januar 2021 (10:28)
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Ökotest ließ 50 Produkte im Labor untersuchen. 18 erhielten die Bestnote, 23 ein "gut", sieben landeten unter ferner liefen und zwei kassierten ein "ungenügend", berichtete die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich am Montag.

Schaum- und Ölbäder sowie Badesalze und -kugeln wurden auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersucht. Zu Abwertungen im Gesamtergebnis kam es vor allem wegen halogenorganischer Verbindungen, allergener Duftstoffe und PEG/PEG-Derivaten.

Auf Nummer sicher geht man laut Test mit Naturkosmetik, alle solchen Bäder schnitten "sehr gut" ab, wie auch acht konventionelle Produkte, darunter preiswerte Eigenmarken um 0,92 und 1,25 Euro pro 100 Gramm. Die Preise reichten generell von 0,14 bis 15,50 Euro pro 100 Milliliter bzw. Gramm.

Bei den mit "gut" bewerteten Artikeln waren durchwegs PEG/PEG-Derivate für die Abwertung verantwortlich. Polyethylenglycole (PEG) oder deren Abkömmlinge sorgen für den Schaum und reinigen zudem. Aber sie können die Haut auch durchlässiger machen für Fremdstoffe. In fast allen konventionellen Flüssigbädern machen sie mengenmäßig, nach dem Wasser, den größten Anteil aus.

Drei Badezusätze wurden wegen des synthetisch hergestellten Duftstoffs Lilial weiter abgewertet, Lilial hat sich in Tierversuchen als fortpflanzungsschädigend erwiesen. Die zwei durchgefallenen Cremebäder enthielten dazu noch Galaxolid, eine synthetisch hergestellte Moschusverbindung, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichert und in vielen Gewässern und Wasserlebewesen nachweisbar ist.

Für ein Vollbad sprechen gute Gründe. Das warme Wasser öffnet die Poren, entspannt durch den Auftrieb die Muskulatur und stimuliert die Blutgefäße und den Zellstoffwechsel. Auch gegen eine beginnende Erkältung kann es helfen, denn durch die Wärme werden die Schleimhäute besser durchblutet und dadurch die Virenvermehrung gedrosselt. Danach sollte man sich gut warm halten, bei Fieber sei die Wanne aber tabu.

Baden sollte man maximal zweimal die Woche, weil die Haut sonst zu sehr austrocknet. Als optimale Badetemperatur gelten 32 bis 35 Grad, maximal 36 bis 38 Grad. Nach einer Viertelstunde ist das Vergnügen aus und die Haut braucht eine gute Creme - oder man wählt gleich ein Ölbad. Ein solches ist sehr gut darin, der Haut das beim Baden verlorene Fett zurückzugeben, allerdings kann es am Wannenrand einen hartnäckigen Ölfilm hinterlassen. Ein angenehmer Duft tut gut, weil Gerüche die für Emotionen zuständigen Teile unseres Gehirns ohne Umwege erreichen.