Wie man sein Fahrrad vor Dieben schützen kann. Wichtig ist das "richtige" Schloss, hilfreich kann Kennzeichnung mit UV-Stift sein

Von Redaktion bvz.at und Redaktion noen.at. Erstellt am 12. September 2019 (09:41)
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Symbolbild

Viele fragen sich, wie man das Rad gut vor Diebstahl schützen kann. "Einen hundertprozentigen Schutz vor Fahrraddiebstahl gibt es leider nicht, doch mit Hilfe von Absperrvorrichtungen lässt sich das Risiko deutlich reduzieren", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

"Zu den stärksten und sichersten Schlössern zählen Bügelschlösser. Alternativ bieten sich Panzerkabelschlösser an, sie sind flexibel und trotzdem sicher. Am besten nimmt man sie in einer Länge, die es erlaubt, das Fahrrad z.B. auch an einem Fahrradständer fest zu machen." Der Experte rät außerdem, nicht nur die Speichen zu blockieren, sondern auch den Rahmen vor Diebstahl zu sichern. Ansonsten ist es leicht, das gesamte Fahrrad, bis auf den gesicherten Reifen, zu entwenden.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen sinnvoll

Für einen wirksamen Diebstahlschutz sollte man sich nicht auf die serienmäßig am Fahrrad angebrachten Schlösser verlassen – denn diese sichern oftmals eben nur ein Rad. "Auch die herkömmlichen Nummern- und Zahlenschlösser, die das Fahrrad mit einem Stahlseil sichern sollen, sind nur bedingt wirkungsvoll. Ein Profi hat solch ein Schloss binnen weniger Sekunden geknackt beziehungsweise durchgesägt", sagt der Techniker des Mobilitätsclubs.

Als zusätzliche Schutzmaßnahme kann man sein Fahrrad auch kennzeichnen. Dazu eignet sich ein UV-Stift, mit dem man einfach seinen Drahtesel markiert. Wird das Fahrrad gestohlen, hilft diese Kennzeichnung der Polizei das Fahrrad wieder zu finden. Der Dieb ahnt indessen nicht, dass das Fahrrad ein besonderes Merkmal aufweist.

Außerdem gibt es Alarmanlagen für Fahrräder: Dabei nimmt ein aktivierter Alarmgeber am Fahrradschloss jede Bewegung wahr und schlägt aus, sobald sich ein Fremder nähert. Dann wird ein kurzes Warnsignal ausgesendet. Bleibt der Dieb hartnäckig, ertönt ein extrem lauter Warnton, der endgültig abschrecken sollte. Legt der Langfinger jedoch eine Jacke über das Schloss, hält sich der Lärm in Grenzen.

Fahrrad sicher parken – wo und wie

  • Wenn möglich, das Fahrrad immer in einem versperrten Raum abstellen.  "Mancherorts gibt es auch sogenannte Fahrradboxen, die es Dieben schwer machen", sagt der ÖAMTC-Techniker.
  • Das Fahrrad mit Rahmen und Hinterrad an einem fix verankerten Gegenstand befestigen.
  • Der Abstellplatz sollte gut frequentiert, nachts beleuchtet und am besten auch nicht immer der gleiche sein.
  • Fahrräder auch am Autodach bzw. Fahrradträger abschließen.
  • Keine wertvollen Gegenstände am Gepäcksträger oder in Gepäcktaschen zurücklassen. Teure Komponenten, die sich abnehmen lassen, wie z.B. Fahrradcomputer, immer mitnehmen.

Fahrrad-Registrierung oder -Versicherung

Vorsorgen kann man auch, indem man sein Fahrrad registrieren lässt. Wird ein gestohlenes Fahrrad wieder gefunden, kann es mithilfe dieser Datenbank dem Eigentümer zugeordnet werden. Möglich ist eine Registrierung an allen Stützpunkten und exklusiv für Mitglieder. Vor Ort am Stützpunkt kann man sich auch gleich über Details einer entsprechenden Diebstahlversicherung informieren und diese abschließen. Details zum nächsten Stützpunkt unter www.oeamtc.at.

Viele hilfreiche Infos für Radler, darunter die beste Radroute, Tipps für den Radurlaub oder rechtliche Bestimmungen für Pedalritter findet man unter www.oeamtc.at/fahrrad.