Das halten die Österreicher vom "Home-Office". Das ortsunabhängige Arbeiten wird zumindest bei Bürotätigkeiten im digitalen Zeitalter schrittweise einfacher.

Von Redaktion noen.at und Redaktion bvz.at. Erstellt am 12. September 2019 (08:50)
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Immer mehr große Unternehmen stellen dementsprechend weniger fixe Büroarbeitsplätze zur Verfügung und ermöglichen ihren Mitarbeitern, den einen oder anderen Tag von zuhause aus zu arbeiten. Wie aber sehen das die Österreicher/innen tatsächlich? Ist das ‚Home-Office‘ erwünscht – oder verschwimmt beim Arbeiten im trauten Heim die Grenze zum Privaten zu sehr? In einer aktuellen Trendumfrage hat ImmobilienScout24 Integral Markt- und Meinungsforschung bei den Österreichern und Österreicherinnen nachfragen lassen.

Im Schnitt verbringen die 18-49-Jährigen wochentags die Hälfte des Tages (12 Stunden) zuhause – wobei die meisten (51 Prozent) zwischen 11 und 15 Stunden in den eigenen vier Wänden verweilen. Des Öfteren wird dabei auch die Arbeit mit nach Hause genommen.

Frauen ‚Home-Office‘ gegenüber aufgeschlossener

Die Mehrheit (57 Prozent) hat kein Problem damit, die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zu öffnen und sieht das Modell ‚Home-Office‘ als Chance. Frauen sind dem ‚Home-Office‘ gegenüber aufgeschlossener als Männer (61 Prozent versus 54 Prozent), das Alter spielt jedoch keine Rolle: Die ‚Digital Natives‘ schätzen die Freiheit, daheim arbeiten zu dürfen, nicht mehr als ältere Befragte.

Ein knappes Drittel (30 Prozent) findet es in Ausnahmefällen in Ordnung, das Zuhause ins ‚Home-Office‘ zu verwandeln. Lediglich knapp jede/r Achte (13 Prozent) lehnt es grundsätzlich ab, von daheim aus zu arbeiten. Spannend dabei: Die Rate der Ablehner ist bei den Berufstätigen höher als bei den Nicht-Berufstätigen (14 Prozent versus 4 Prozent). Hier scheint es eine Gruppe zu geben, die besonderen Wert auf die Trennung von Beruf und Privat legt.

Die Trennung muss jedenfalls zumindest eine räumliche sein: Im Idealfall ist das ‚Home-Office‘ vom Wohnbereich getrennt. Das ist für jede/n Dritte/n (34 Prozent) ein unbedingtes Muss und für jede/n Zweite/n (50 Prozent) zumindest wünschenswert. Völlig offen für verschwimmende Grenzen zeigt sich nur ein Fünftel: 17 Prozent der Befragten haben kein Problem damit, im Wohnbereich auch einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.