Hoteldirektor Marcel Pomper als Hobbylandwirt. Der Neuberger leitet die Geschicke des Reduce in Bad Tatzmannsdorf. In seiner Freizeit kümmert er sich um Christbäume.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. November 2020 (06:16)

Er ist 34 Jahre jung, Vater von zwei Kindern, Hoteldirektor und Landwirt. Die Rede ist von Marcel Pomper aus Neuberg, der nach Stationen in Wien, Graz, Admont, Innsbruck und in Vorarlberg, vor einiger Zeit beruflich wieder ins Südburgenland zurückgekehrt ist. Als Hoteldirektor leitet er die Geschicke des Reduce in Bad Tatzmannsdorf und des Burghotels in Schlaining, das derzeit um 6 Millionen Euro umgebaut wird. Den Ausgleich vom stressigen Job, holt sich der Neuberger zu Hause bei seiner Familie.

Der Betrieb besteht seit fast 100 Jahren

Und da ist es natürlich besonders schön, wenn die gesamte Familie ein gemeinsames Hobby hat: die Landwirtschaft. „Auf der einen Seite sensibilisiert man die Kinder für die Natur, die naturnahe biologische Landwirtschaft, die Regionalität und leistet so auch einen kleinen Betrag dazu, dass auch unsere Kinder ein nachhaltiges Erbe der Natur vorfinden werden und sie auch früh dafür Interesse bekunden“, erzählt Pomper.

Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Pomper besteht seit fast 100 Jahren, genau seit 1926. Damals hatten sich Uroma Johanna und Uropa Karl Pomper in Unterneuberg niedergelassen und betrieben neben einer Vieh- und Landwirtschaft auch einen eigenen Weingarten und ihren eigenen kleinen Buschenschank.

„Dieser Betrieb war nicht besonders groß, sodass er in den nächsten Generationen viele Jahre im Nebenerwerb bewirtschaftet wurde beziehungsweise teilweise Ackerflächen auch verpachtet wurden“, erzählt Marcel Pomper. Er entschloss sich vor zwei Jahren, den landwirtschaftlichen Betrieb gemeinsam mit seiner Familie zu übernehmen. In dieser Zeit wurde ihnen immer mehr bewusst, wie wichtig Nachhaltigkeit ist, obwohl die Familie schon immer in diese Richtung gedacht hatte.

Bereits zur Geburt ihrer ersten Tochter Celine legten Marcel und Bianca Pomper vor acht Jahren eine nachhaltige Christbaumkultur an, welche nicht gespritzt wird und wo die Bäume mit Akkumotorsägen geschnitten werden.

Zwei große Vorhaben sind in der Planung

Mit der Betriebsübernahme folgte die Genehmigung eines 2.000 Quadratmeter großen Uhudler-Weingartens. Ein eigener Brennkessel sowie neue Geräte für die Verarbeitung der ungespritzten Äpfel aus Streuobstwiesen wurden angeschafft. Nun stehen zwei neue große Vorhaben vor der Tür, auf zwei Grundstücken mit insgesamt mehr als einem Hektar Fläche möchte die Familie Pomper eine Symbiose aus Streuobstwiesen, Wein- und Beerengärten schaffen, alles in Bio-Qualität. Dazu wurde schon diese Woche das Ansuchen gestellt. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit bietet die Familie Pomper wieder die Möglichkeit, vorbei zu kommen, und sich ungezwungen durch die Christbaumkultur zu bewegen, um eventuell einen passenden Baum (Nordmanntannen, Silberfichten) fürs Christkind zu finden. Auch in Zeiten wie diesen kann man dies gerne machen, denn ein Spaziergang an der frischen Luft ist einerseits erlaubt und andererseits gesund.

„Vor allem hat diese Zeit die Menschen auch gelehrt, wie wichtig Regionalität und Natur sind. Vorausgesetzt Corona lässt es zu, wird es am Samstag vor Weihnachten, dem 19. Dezember, wieder die Möglichkeit geben, sich bei Glühwein und Punsch den eigenen Christbaum, frisch geschnitten, abzuholen“, freut sich Pomper auf viele Besucher. Aber auch im Online-Shop www.genussladen.online kann man sich über die Produkte informieren und Bestellungen aufgeben.