4 Millionen Euro für die Infrastruktur. Im heurigen Jahr werden knapp 4 Millionen Euro in die Infrastruktur im Bezirk Güssing investiert. Das ist bedeutend weniger als im Vorjahr.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Juli 2020 (05:19)
Lokalaugenschein. Stegersbach Vizebürgermeister Jürgen Dolesch, Landtagspräsidentin Verena Dunst und Landesrat Heinrich Dorner an der Südeinfahrt.
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2019 waren es über 7 Millionen Euro, die in Infrastrukturprojekte im Bezirk Güssing geflossen sind, 2020 wird es weniger sein. „Im Vorjahr gab es überdurchschnittlich viele Projekte im Bereich der Schutzwasserwirtschaft, die wir umgesetzt haben. Konkret wurden 15 große Bauvorhaben bei Rückhaltebecken und linearen Maßnahmen abgeschlossen“, begründet Landesrat Heinrich Dorner. Kräftig investiert wird aber auch heuer wieder in die Landesstraßen, die ländliche Struktur, sowie die Wasser- und Umweltwirtschaft und das, obwohl die Coronakrise enorme Auswirkungen auf die Bauwirtschaft genommen hat. „Um negative Folgen möglichst gering zu halten, steuern wir seitens des Landes aktiv entgegen“, erklärt Dorner.

Allein für den Bezirk Güssing sind im heurigen Jahr Bauprojekte in der Höhe von 3,8 Millionen Euro geplant. Die Hälfte davon wird in den Bereich Wasser- und Umweltwirtschaft fließen. 31 Bauvorhaben und Instandhaltungsmaßnahmen sichern künftig den Hochwasserschutz im Bezirk. Zusätzlich wird der Lebensraum an Flüssen und Bächen mit 220.000 Euro verbessert. Zehn Maßnahmen befinden sich im Bereich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der aktiven Bauphase, unter anderem durch die Sanierung der Abwasserentsorgung Oberes Stremtal und der Ortsnetzerweiterung Eberau.

Über eine halbe Million Euro wird in Landesstraßenprojekte investiert. Das größte Projekt dabei ist die Sanierung der Südeinfahrt (Ortsdurchfahrt) von Stegersbach, wo rund 220.000 Euro investiert werden. Gebaut wird vom 10. August bis 5. September. „Hier werden neben der Fahrbahn auch die Gehwege und Parkbuchten gemacht“, erklärt Vizebürgermeister Jürgen Dolesch (SPÖ), der von einem „Facelifting“ für die Ortsdurchfahrt spricht, auch weil die Zufahrten zum neuen Blaulichtzentrum in das Projekt miteinfließen. Neben der Erneuerung der Asphaltschichten an der Ortsdurchfahrt Stegersbach sind auch Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Rauchwart sowie an der Neusiedlerstraße L250 geplant.

Breit angelegt sind außerdem die Vorhaben für den Ausbau des Güterwegenetzes mit rund 766 Kilometer im Rahmen von insgesamt 27 Projekten. Hierfür ist eine Summe von 1,24 Millionen Euro vorgesehen. Mit einer veranschlagten Gesamtbaukostensumme von 40.000 Euro werden bisher nicht erschlossene Waldgebiete im Ausmaß von rund 3,1 Kilometern zugänglich gemacht. Bei einer Projektlänge von 3.120 Meter wird man künftig über den neuen Forstweg Kulm erstmals mehrere Biotope erreichen.