Erstellt am 19. Juli 2018, 05:33

von BVZ Redaktion

Bienen brauchen Blumen. Die Vielfalt an Bestäubern sowie der anderen Tiere und auch der Pflanzen hat in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen – besonders in der Kulturlandschaft.

„Akazie und Kastanie sind früher abgeblüht als sonst, Ein weiterer Grund, warum die Honigbiene dringend ausreichend Blühwiesen braucht“, sagt Johann Pilz, Landesobmann der burgenländischen Imker.  |  BVZ

Alarmierende Nachrichten über das Bienensterben und die Auswirkungen auf die gesamte Umwelt und die Menschen weckt immer mehr die Aufmerksamkeit und das Interesse der Bevölkerung. Der erfolgreiche Anbau sehr vieler landwirtschaftlicher Kulturen ist von der Bestäubung durch Bienen abhängig - etwa 68 Prozent aller Blütenpflanzen werden von Honigbienen bestäubt.

Sowohl die Fruchtqualität, sprich Form und Größe als auch die Ernte hängen bis zu 90 Prozent von der Bestäubung ab. Die Bestäuberfunktion für eine Fülle von Kulturpflanzen macht die Bienen zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor und zu einem der wichtigsten Nutztiere.

„Eine blühende Landschaft, ist für das Überleben der Bestäuber von entscheidender Bedeutung. Fördern wir Vielfalt, wir brauchen sie“, sagt Landesrätin Verena Dunst. Im Bereich der Landwirtschaft gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Nahrungsversorgung für Blüten besuchende Insekten zu verbessern. Von einer insektenfreundlichen Fruchtfolgeplanung bis hin zur Anlage blütenreicher Ackerränder und Säume (sogenannter Blühstreifen) gibt es vielseitige Möglichkeiten, die unter entsprechenden Auflagen auch als Maßnahme im Agrarumweltprogramm ÖPUL 2014-2020 angeboten werden. „Naturschutzwiesen oder Natura 2000 Flächen sind Lebensgrundlage für Bienen. Das Land verpflichtet sich, diese zu pflegen und zu erhalten. Hauptaufgabe dabei ist eine zweimalige jährliche Maht“, erklärt Brigitte Gerger.