Güssing

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:13

von Carina Fenz

Güssing als SUV-Hochburg. Im Burgenland hat sich die Anzahl der neu zugelassenen SUVs in den vergangenen 15 Jahren fast versechsfacht. Spitzenreiter an Neuzulassungen ist der Bezirk Güssing.

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Im Burgenland hat sich die Anzahl der neu zugelassenen SUVs in den vergangenen 15 Jahren fast versechsfacht. Mehr als jeder dritte Neuwagen ist mittlerweile so ein Auto, das zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsclub Österreich. „Der Trend zu mehr SUVs macht es schwerer, die Klimaziele zu erreichen. Denn derartige Autos haben einen höheren CO2-Ausstoß als vergleichbare herkömmliche Modelle“, warnt VCÖ-Experte Markus Gansterer vor den Folgen des SUV-Booms.

Würde man noch dazu die Normverbrauchsabgabe (NoVA) abschaffen, wie es derzeit diskutiert werde, hätte damit die Förderung für Elektroautos keinen Sinn mehr, Autos mit Verbrennungsmotor würden somit ja wieder billiger werden, argumentiert der VCÖ. Durch die Entwicklungen auf dem Neuwagenmarkt müsse man sich neue Klimaschutzmaßnahmen überlegen, denn anstatt die CO2-Emissionen des Verkehrs bis 2030 um über ein Drittel zu reduzieren, seien diese zum vierten Mal in Folge gestiegen.

Fast 3.800 SUVs wurden im Vorjahr neu zugelassen. Damit war jeder dritte Neuwagen ein SUV. In der Landeshauptstadt Eisenstadt ist laut VCÖ der Anteil am niedrigsten, im Bezirk Güssing mit 430 Neuanmeldungen am höchsten. Was auffällt: 42 Prozent der im Vorjahr zugelassenen SUVs und Geländewagen wurden auf Firmen zugelassen, bei den großen SUVs beträgt dieser Anteil sogar rund 73 Prozent. Der Diesel-Anteil ist mit 44 Prozent hoch, bei den großen SUV beträgt der Diesel-Anteil sogar 88 Prozent.