Güssinger Zukunft entscheidet sich am 9. März. Die neuen Zahlungsfrist wurde mit 9. März angesetzt. Fließt kein Geld, dann wird das Unternehmen zerschlagen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:38)
Wie geht es mit dem Güssinger Mineralwasser weiter?
BVZ

Die Prüfungstagsatzung des in die Insolvenz geschlitterten Mineralwasserabfüllers Güssinger hat am vergangenen Montag mit einer Vertagung geendet. Gelingen kann der Neustart des Unternehmens nämlich nur, wenn der Eigentümer frisches Geld in das Unternehmen einbringt, hieß es vor einigen Wochen von Dörnhöfer. Die Frist war mit Ende Jänner angesetzt. „Diese Frist wurde nicht eingehalten. Das Geld vom russischen Eigentümer des Unternehmens ist derzeit noch nicht geflossen“, teilte der Masseverwalter des Mineralwasserabfüllers Güssinger, Klaus Dörnhöfer, im Gespräch mit der BVZ mit.

"Das Geld vom russischen Eigentümer des Unternehmens ist derzeit noch nicht geflossen“

Die zuständige Richterin hat jetzt einen Aufschub gewährt. Sollte das Geld, nach Ablauf der neuen Zahlungsfrist, die mit 9. März angesetzt ist, nicht fließen, würde es die Zerschlagung der Firma bedeuten. Große Hoffnungen hat aber auch Dörnhöfer nicht. „Da müsste schon ein starkes Signal kommen und das ist derzeit nicht so“, meinte der Masseverwalter.

Mit der Insolvenz wurde der Betrieb geschlossen, und ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung in die Wege geleitet. 17 Mitarbeiter und 120 Gläubiger sind betroffen. Begründet wurde die Insolvenz mit der veralteten technischen Anlage, die nicht ordnungsgemäß aufgesetzte Buchhaltung sowie dem Wegfall des Hauptkunden „Hofer“.