Tierschutzpreis: Der Süden räumte groß ab. „dogangels“, Schneckenzüchter Christian Janisch und der Biohof Elpons unter den Ausgezeichneten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Januar 2021 (04:28)

Der Tierschutzpreis wurde in diesem Jahr in vier Kategorien verliehen. Drei Sieger kommen aus dem Südburgenland. In der Kategorie Heimtiere ging der Preis an die Tierschutzorganisation „dogangels“ von Nina Stern. Der Verein betreut herrenlose, verwahrloste, misshandelte oder unerwünschte Tiere, hilft bei Kastrationsprojekten oder beim Transport kranker Tiere und vermittelt bei Notfällen.

Der Sieg in der Kategorie Nutztiere (wirtschaftliche Haltung einer alternativen Nutztierart) geht an Christian Janisch, der seit mehr als fünf Jahren Weinbergschnecken in Stegersbach züchtet. Janisch setzt bei der Zufütterung auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Kürbiskernmehl wird aus der Region zugekauft und auf Soja verzichtet, im Sommer heimisches Gemüse zugefüttert.

Der Preis in der Kategorie Nutztiere (biologisch wirtschaftender Betrieb mit Direktvermarktung tierischer Produkte) geht an den Bioschafhof von Alexander und Julia Elpons aus Bildein, die nach Bio-Richtlinien rund 60 Hektar Grünland in Bildein und Umgebung bewirtschaften. Der Schwerpunkt liegt auf der Zucht des Krainer Steinschafs. Die Herden weiden auf Wiesen im Pinkatal, die für die maschinelle Bearbeitung ungeeignet sind, und helfen so als Landschaftspfleger mit. Die schonende Schlachtung liefert hochwertiges Bio-Lammfleisch, das Ab-Hof vermarktet wird.

„Es ist mir bewusst, dass kein Preis dieser aufopfernden und bisweilen anstrengenden Arbeit gerecht werden kann. Es ist mir deshalb ein großes Anliegen, jene Personen vor den Vorhang zu holen und zu würdigen, die ihr Leben dem Wohl der Tiere verschrieben haben“, sagte Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf bei der Verleihung des Tierschutzpreises.