Güssing: Auftragsvergabe für Volkschul-Neubau sorgt für Wirbel

Der Neubau der Volksschule nimmt immer konkretere Formen an, in der letzten Gemeinderatssitzung gab es weitere Informationen.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 05:14

Der Neubau der Volksschule ist seit geraumer Zeit Thema im Gemeinderat. Nachdem das Architekturbüro Pichler und Traupmann den Architektenwettbewerb gewonnen hat und als Generalplaner festgelegt wurde, kam in der vergangenen Gemeinderatssitzung die Frage auf, wer als Bauherr fungieren soll. Ein Diskussionsprozess, der laut Stadtchef Vinzenz Knor, erst startet: „In den nächsten Monaten soll darüber entschieden werden, ob ein Bauträger mit der Bauabwicklung beauftragt wird.“

ÖVP sieht Intransparenz bei der Auftragsvergabe

Vizebürgermeister Alois Mondschein kann die Vorgehensweise der Stadt-SPÖ nicht nachvollziehen: „Bürgermeister Knor und die SPÖ wollen offenbar der PEB (Projektentwicklung Burgenland) den Auftrag zukommen lassen und verzögert den Baubeginn auf dem Rücken der Volksschulkinder. Nur die PEB wird jetzt damit beauftragt, ein Angebot für den Bau der Schule zu legen.

Weitere Angebote von gemeinnützigen Wohnbauträgern werden offenbar bewusst nicht eingeholt. Bei einem Bauvolumen von elf Millionen Euro wird dadurch der Wettbewerb verhindert. Außerdem wird sich auch der Neubau insgesamt verzögern. Was hinter der Verzögerung steht, ist klar: Die SPÖ will den Spatenstich ins Wahljahr 2022 ziehen. Das ist für mich Parteipolitik auf dem Rücken der Güssinger Kinder.“

Bürgermeister Vinzenz Knor erklärt: „Der Tagesordnungspunkt war `Kooperationsvertrag mit der PEB´, damit sie für uns tätig werden kann. Dieser Baurechtsvertrag wurde mit den Stimmen der SPÖ und FPÖ beschlossen, die ÖVP hat sich der Stimme enthalten. Ich hinterfrage die Taktik der ÖVP von Verzögerung zu sprechen, die einzigen, die immer versucht haben zu verzögern, ist die ÖVP. Wir sind angetreten, um diesen Neubau zu verwirklichen und stehen dazu. Im Wahlprogramm der ÖVP von 2012 war von einem Bau der Volksschule nichts zu sehen.“