Abgewählter Ortschef als Wunsch-Vize

Erstellt am 18. Oktober 2022 | 04:23
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Neo-Ortschef Roman Jandrisevits (SPÖ) will in seiner neuen Rolle ankommen. Ob Günter Berzkovics (ÖVP) als Vizebürgermeister von Gerersdorf-Sulz zurückkehrt, entscheidet die Fraktion.

Roman Jandrisevits ist für die SPÖ angetreten, um zu bleiben. Etwas mehr als eine Woche nach dem fulminanten Sieg bei der Bürgermeisterwahl, wo er sich gegen den amtierenden Ortschef Günter Berzkovics (ÖVP) durchsetzte und für die SPÖ auch die Mehrheit im Gemeinderat holte, ist der Neo-Ortschef voller Tatendrang.

In seinem „Brotjob“ als Straßenmeister habe er bereits ein paar Wochenarbeitsstunden gekürzt, um „genügend Zeit als Bürgermeister zu haben.“ „Vor allem die erste Phase wird eine große Herausforderung. Ich muss mich erst einmal einarbeiten, teilweise ist es völliges Neuland. Es macht aber unglaublich viel Freude“, erklärt Jandrisevits.

In seiner Rolle als Bürgermeister will er vor allem Vermittler sein. „Ich bin ein Mensch, der sehr konsensorientiert ist und ständig versucht Probleme zu verstehen und diese dann aber auch zu lösen und ich denke, dass ich das auch als Bürgermeister gut hinbekommen werde“, freut sich der Neo-Ortschef auf seine neue Aufgabe. Projekte, mit denen man gleich in die Umsetzung gehen will, gebe es genügend.

„Da geht es um Güterwege, den Breitbandausbau und vor allem die fehlende Nahversorgung, die der Bevölkerung das dringendste Anliegen ist“, meint Jandrisevits, aber „auch die Zukunft der Firma Güssinger ist immer wieder Thema.“

Am 20. Oktober ist auch der neue Gemeinderat dann mit am Start, wenn es geht, Projekte zu beschließen. Ob Günter Berzkovics, der vor einem Jahr das Bürgermeisteramt von Langzeitortschef Willi Pammer übernommen hat, dann auch als Vizebürgermeister angelobt wird, steht noch nicht fest. Für seinen Kontrahenten Roman Jandrisevits ein Wunschkandidat. Für Berzkovics selbst, der die Wahlniederlage als „Wählerwille“ beschreibt, „eine Möglichkeit.“ Klären will man das aber in der Fraktion am 17. Oktober.