Natur in der Flasche: Innovation am Campus Stegersbach . Eine geniale Lösung gibt es ab Oktober für frische und gesunde Getränke an den Schulen. Und diese kommt gänzlich ohne zusätzliche Müllproduktion aus.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 25. September 2020 (05:03)
Die neue Natur-Getränkestation soll in vielen Schulen aufgestellt werden um dort für gesunde Erfrischung zu sorgen, ohne Müll zu produzieren.
BWT/Heigl

Gernot Heigl hatte eine bahnbrechende Idee, die er innerhalb von nur sechs Monaten gemeinsam mit der Firma BWT in die Realität umsetzte. Die Ersten, die davon profitieren, werden die Jugendlichen am Campus BHAK/BHAS Stegersbach sein. Denn sie gehören zu der weltweit ersten Schule, die in den Genuss der Natur-Getränkestation kommt. Auch in der EMS Oberwart wird dieser Automat dann zum Einsatz kommen.

Weit in die Zukunft gedacht

„Wir sind mit unserem Wasser- und Getränkespender am Puls der Zeit“, berichtet Gernot Heigl, „wir reden nicht nur von Ideen zur Veränderung, wir setzen sie auch um.“

Durch seine Snackautomaten, die er schon in einigen Schulen platziert hat, bekam der innovative Erfinder immer mehr mit, welch großes Problem die Plastikflaschen darstellen. Er verfolgte seither eine Vision, die er gemeinsam mit der Firma BWT jetzt erfolgreich umsetzen konnte. Ein Getränkespender, der gesunde Säfte genauso beinhaltet wie Wasser, mit und ohne Kohlensäure, der gänzlich ohne Becher oder Einweg-Plastikflaschen auskommt.

Gernot Heigl hat mit seiner Getränkestation eine umweltfreundliche Idee in die Realität umgesetzt.
Heigl

„An jedem Automaten gibt es vier Getränkestationen mit vier verschiedenen Geschmacksrichtungen. Diese Säfte sind zu 100 Prozent auf natürlicher Basis hergestellt. BWT hat einen Filter entwickelt, der Mikroplastik, Schwermetalle und Chlor aus dem Wasser filtert, es wird automatisch mit Magnesium und Vitaminen angereichert, beinhalten keine Konservierungsstoffe und keine Süßstoffe“, erklärt Gernot Heigl.

„Trotzdem sind die Getränke angenehm süß und treffen den Geschmack von jedem.“ Auch pures Wasser kann bei diesen Stationen „gezapft“ werden.

Die Schüler stellen ihre Trinkflaschen direkt unter die gewünschte Station und befüllen diese in nur zwanzig Sekunden, zur Auswahl stehen die Mengen von einem viertel und einem halben Liter. Das Wasser kommt direkt aus der örtlichen Wasserleitung, was wiederum zum Vorteil hat, dass weder über Lagerkapazitäten noch über Transportwege nachgedacht werden muss.

Damit die kurzen Pausen gut genutzt werden können gibt es eine Karte, die von den Schülern seitlich am Automaten direkt aufgeladen wird und die dadurch ein rasches Abwickeln des Getränkekaufs möglich macht, ohne einer langen Suche nach dem passenden Kleingeld.

Auch über die Flaschen hat man sich viele Gedanken gemacht. Deshalb wird es zum Start kostengünstige Flaschen zu kaufen geben, die aus Tritan hergestellt werden und auch kohlensäurebeständig sind. „Wir sind hier noch am Verhandeln, sie werden in Deutschland hergestellt, haben ein Fassungsvermögen von einem halben Liter und wir sind zuversichtlich, dass wir sie für unter fünf Euro verkaufen können“, ist Gernot Heigl optimistisch.

Bei der Wartung der Automaten hat man sich ebenfalls etwas mit Weitblick überlegt. Durch eine Online-Überwachung, die direkt aufs Handy meldet, wenn ein Behälter leer ist oder ein Defekt aufgetreten ist, können unnötige Kontrollfahrten vermieden und so zusätzlich die Umwelt geschont werden. Aber jetzt können sich zuerst einmal die Schüler am Campus der BHAK/BHAS auf Oktober freuen, wenn die Natur-Getränkestation ihre Weltpremiere feiert.