Frauenmorde: Broken Flowers als Zeichen der Gewalt

Erstellt am 08. Dezember 2022 | 05:05
Lesezeit: 2 Min
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Die Kunstinstallation „Broken Flowers“ in Güssing macht Gewalt an Frauen sichtbar.
Foto: zVg
Die Frauenberatungsstelle Güssing zeigt mit Kunstinstallation auf: Gewalt an Frauen folgt immer nach dem selben Muster. Männer die Gewalt ausüben, machen Frauen zu ewig passiven Opfern.

Jedem Frauenmord folgt ein kurzer Aufschrei. Jeder Mord hat eine Auswirkung auf alle Menschen in der Gesellschaft. In den letzten beiden Jahren haben österreichweit 57 Frauen ihr Leben durch die Hand von Männern im nahen Beziehungsumfeld verloren.

Und anlässlich der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ wurde vor der Frauenberatungsstelle Güssing mit der Kunstinstallation Broken Flowers darauf aufmerksam gemacht. Die Künstlerin Renate Holpfer hat diese unfassbaren Geschehnisse in eine sichtbare Form gebracht.

Es geht immer um patriarchale Macht

„Es geht immer nach dem selben Muster“, sagt Renate Holpfer. „Männer die das tun, meinen, dass sie das dürfen. Weil sie Frauen verachten, wenn diese einen eigenen Willen entwickeln. Es ist eine Machtgeschichte“, sagt Holpfer.

Kommt es zu einer Trennung, folgt Rache und Bestrafung. Und Broken flowers ist eine Installation für den öffentlichen Raum und will den Opfern von Frauenmorden öffentliche Präsenz verleihen.

Mädchen und Frauen nehmen wahr, dass Eigenständigkeit, Eigenwille, Lust auf Veränderung, der Wunsch nach Trennung oder manchmal das einfache Da-Sein tödlich sein kann. Das ist die eigentliche Dramatik.