Ideenfindung: Festwiese soll umgestaltet werden. Einen Platz für Jung und Alt mit vielen Verwendungsmöglichkeiten möchte Vizebürgermeister Alois Mondschein schaffen.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 30. Juli 2020 (05:05)
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Die Festwiese soll zu einem Stadt- oder Generationenpark umgestaltet werden, zumindest wenn es nach Vizebürgermeister Alois Mondschein geht (die BVZ berichtete im März). Deshalb verfolgt er weiterhin seine Idee und bekommt dafür nun Unterstützung von Landtagsabgeordneten Walter Temmel und ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz.

Platz für Kinder, Senioren und Musik

Das „Projekt Festwiese“ ist ein Herzensanliegen für Alois Mondschein: „Die Festwiese ist derzeit zum Großteil ungenutzter Raum in Güssing mit gewissem Gefahrenpotential. Ich werde nicht müde werden meine Idee für die Festwiese den Güssingerinnen und Güssingern schmackhaft zu machen“, erklärt Mondschein. „Wenn ich lese, dass immer mehr Fläche in Österreich verbaut wird, sollte die Festwiese rechtzeitig gerettet werden und für alle Bürger ein Ort der Begegnung sein.“ Mondschein möchte einen Treffpunkt für Generationen schaffen, mit einem vergrößerten Kinderspielplatz mit typischen Güssinger Themen wie Ritter und Burg, einer kleinen Bühne, die Konzerte im Freien möglich macht, Wasserbiotopen und Obst- und Gemüsebeeten. „Entlang der befestigten Gehwege könnten auf kleinen Stellplätzen zum Beispiel Skulpturen von Wanderausstellungen aufgestellt werden, oder in kleinen Schaukästen jahreszeitbedingt Kunstwerke der Güssinger Schüler zu bewundern sein. Das würde immer wieder für neue Eindrücke der Besucher des Generationenparks sorgen“, ist sich Mondschein sicher.

Temmel: „Unterstützung vom Land“

„Auf der kleinen Bühne soll es regelmäßig am Sonntagnachmittag Musik- und Tanzdarbietungen verschiedenster Art geben. Das würde  sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenwohnheims als auch für alle Güssinger, mit wenig Aufwand viel Abwechslung in den Alltag bringen.“ Er kann sich auch vorstellen, dass die Schüler mit Projekten an der Umsetzung des Parks beteiligt sein könnten.

Die Finanzierung könnte zum Teil mit dem Gemeindepaket des Bundes, bei dem 31 Millionen Euro auf das Burgenland entfallen, gestemmt werden. Dazu führt Landtagsabgeordneter Walter Temmel aus: „Aus diesem Paket stehen für den Bezirk 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Diese soll das Land verdoppeln.“

ÖVP-Landesobmann Christian Sagartz fordert mehr Einsatz der Landesregierung: „Während andere Bundesländer eigene Initiativen präsentieren und selbstständig Maßnahmen setzen, zeigt das Burgenland wenig Eigeninitiative.“

Bürgermeister Vinzenz Knor (SPÖ) möchte zuerst die Entwicklungen rund um die Burg oder das Kulturzentrum abwarten: „Der Aufhänger für die Ideen der ÖVP war, dass das KUZ und die Burg zum Ausbau zur Debatte stehen. Da das sowieso Sache des Landes ist, sollten wir abwarten, was für Vorschläge kommen, das ist prioritär. Im Sommer blühen bei manchen die Ideen.“