Tourismus auf Rekordniveau. Der Bezirk Güssing verbucht einen Nächtigungs- und Ankunftsrekord. Jennersdorf mit Minus.

Von Anika Perner. Erstellt am 05. Februar 2020 (04:16)
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Über 310.258 Nächtigungen im Bezirk Güssing freut sich der Tourismusverband rund um Geschäftsführer Harald Popofsits. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2018 ein Plus von 6,9 Prozent. Bei den Ankünften konnte man im Jahr 2019 im Bezirk Güssing sogar ein Plus von 7,2 Prozent ergattern (124.429). „Das Tourismusjahr 2019 war für das Burgenland ein Rekordergebnis und wir im Bezirk Güssing haben zu dieser Entwicklung nicht nur beigetragen, sondern waren mit einem Nächtigungszuwachs von 6,9 Prozent weit über dem Schnitt“, so Popofsits.

Golf- und Thermenregion mit Rekordnächtigungen

Freilich den größten Anteil daran hat die Golf und Thermenregion Stegersbach, die mit 250.675 Übernachtungen ein Plus von gleich 8,8 Prozent einfahren konnte. „Ich denke, dass es im Burgenland keinen Ort gibt, der 365 Tage im Jahr so eine gute Auslastungszahl aufweisen kann. Dies hängt mit der ausgesprochen guten Qualität der Betriebe und dem angepassten Preisverhalten zusammen. Die Qualität ist das, was es ausmacht für die Besucher. Das Verhältnis zwischen dem erreichten Erfolg und dem dafür erforderlichen Aufwand, stimmt hier in der Region“, sagt Richard Senninger, Obmann der Golf und Thermenregion Stegersbach.

Kellerstöckl als Punktlandung

Besonders punkten konnte man mit dem Angebot der Kellerstöckl. „Auch die Radkampagnen in Zusammenhang mit den weitläufigen Paradiesrouten seien für das erfreuliche Ergebnis verantwortlich“, so Popofsits. „Den Touristen gefällt es, individuelle Reisen zu machen, danach suchen die Leute“, so der Geschäftsführer. Generell zeichnet sich der Bezirk Güssing und das gesamte Südburgenland durch seine Kultur, Kulinarik, den Wein und seine Thermen aus. „Auf Traditionen sollte man setzen und das tun wir“, erklärt Popofsits. Ein langsames aber dafür stetiges Wachstum der Tourismuszahlen sei, so Popofsits, besser als jedem Trend nachzulaufen und so möglicherweise den Ansprüchen der Touristen nicht gerecht zu werden. Zukünftig soll das klassische Angebot in der Region weiter verfeinert und verstärkt werden, aber am Ende immer noch authentisch sein.

Mit etwas Bauweh blickt Popofsits aber auch in die Zukunft. „Die vorrübergehende Schließung des Hotel Lagler in Kukmirn hat sich bereits im vierten Quartal ausgewirkt und wird sich auch im ersten Halbjahr negativ auf die Statistik auswirken“, so Popofsits.

Jennersdorf mit dem größten Minus

Während Güssing über ein Rekordjahr jubelt, muss man im Burgenlandvergleich in Jennersdorf das größte Minus einstecken. Den 134.984 Nächtigungen (-2,9 Prozent) stehen im vergangenen Jahr 2019 60.138 Ankünfte (+1,6 Prozent) gegenüber. Besonders groß war das Plus in Rudersdorf (+26,7 %) und Minihof Liebau (+13,5 %). Die größten Verluste bei den Nächtigungen musste man in Deutsch Kaltenbrunn (-29,1 %), St. Martin an der Raab (-7,5 %) und Eltendorf (-7,3 %) hinnehmen. Der Blick in die Zukunft ist jedoch positiv gerichtet: Das Hotel „Eisenberg“ baut aus und auch der Verkauf des „Life Resort“ dürfte jetzt über der Bühne gebracht worden sein.