Kindergarten-Schließung auf zwei Wochen verkürzt. Der Kindergarten hätte drei Wochen schließen sollen. Nach Beschwerden der Eltern wird diese Zeit auf zwei Wochen verkürzt.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 25. Juli 2020 (05:38)
Die Eltern meldeten Betreuungsengpässe, nun wird der Kindergarten im Sommer nur für zwei Wochen geschlossen sein. 
BVZ

Die normalerweise unbeschwerten Sommermonate sind in diesem Jahr nicht frei von Sorgen. Im Kindergarten gibt es sogar ein paar mehr, wie einige Eltern der BVZ mitgeteilt haben. Er soll für drei Wochen zugesperrt werden, was bei vielen Familien zu Engpässen bei der Beaufsichtigung führt.

Beruf und Familie schwer zu vereinbaren

Durch die Kurzarbeit von diversen Firmen mussten manche Angestellten schon einiges an ihrem Jahresurlaub verbrauchen, nun ist für die Sommermonate nicht mehr allzu viel übrig. Auch die Betreuung durch die Großeltern ist diesmal durch die gesundheitlich angespannte Lage nicht immer möglich. „Es gab aber keine Bedarfserhebung bei uns im Kindergarten“, meldeten einige Eltern der BVZ, die sich eine adäquatere Reaktion der Gemeinde auf die derzeitigen Bedürfnisse wünschen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den vergangenen Wochen einige Gruppen tageweise gesperrt wurden, wenn ein Corona-Verdacht bestand. Dann mussten die Eltern wieder die Betreuung übernehmen, womit sie bei den Arbeitgebern nicht immer auf Verständnis stießen. Sie wünschen sich deshalb eine kürzere Sperre des Kindergartens: „Zwei Wochen, wie in vielen anderen Gemeinden, wären leichter zu überbrücken. Es würde wahrscheinlich reichen, eine Gruppe aufrecht zu erhalten“, hoffen sie auf eine Lösung, die Familie und Beruf leichter vereinbaren lässt.

Schnelle Reaktion der Gemeinde

Auf Anfrage der BVZ ist Bürgermeister Vinzenz Knor schnell um eine Lösung bemüht: „Wir haben bisher immer drei Wochen geschlossen gehalten, in dieser Zeit wird auch die Grundreinigung gemacht. Aber aufgrund der speziellen Situation, da es immer wieder Verdachtsfälle gegeben hat und die Eltern sich deshalb im Arbeitsalltag immer wieder kurzfristig neu organisieren mussten und einige nicht mehr viele Urlaubstage übrig haben, werden wir nun nur zwei Wochen geschlossen halten.“

„Es wäre schön, wenn Bürgermeister Knor solche Dinge mit mir im Vorfeld besprechen würde“, meint dazu Vizebürgermeister Alois Mondschein. „Gerade in der Corona-Zeit brauchen Familien zusätzliche Unterstützung und nicht zugesperrte Kindergärten. Es ist traurig, dass Eltern die Medien einschalten müssen und der Bürgermeister nicht seine Verantwortung gegenüber den jungen Familien wahrnimmt.“