SOS Kinderdorf: Sie helfen in der Not

Erstellt am 03. Juli 2022 | 05:01
Lesezeit: 2 Min
SOS-mobil macht mobil, Rainbows, professionelle Trauerbegleitung, Familienintensivbetreuung - das SOS Kinderdorf in Güssing unterstützt Kinder in allen schwierigen Lebenslagen.

„Moment; ich habe parallel gerade eine Krise“, entschuldigte sich Horst Langer zweimal mit dem läutenden Telefon in der Hand. Der Sozialpädagoge und Familienintensivbetreuer hilft, wo es generelle Probleme und Schwierigkeiten mit Kindern in Familien gibt – bereits seit 25 Jahren.

„Die Themen waren schon immer gleich, doch die Häufigkeit der Probleme ist gestiegen. Schnelllebigkeit, Digitalisierung, sozialer Rückzug und zuletzt die Coronapandemie trugen dazu bei“, erklärt Langer. Die Familienintensivbetreuung ist kostenlos; das Jugendamt vermittelt hierbei an das SOS Kinderdorf weiter.

Eine weitere Initiative im Süden, „SOS-mobil macht mobil“, soll Kinder und Jugendliche unterstützen, wieder Anschluss zu finden. „Wir machen Ausflüge mit Kleingruppen, wo Spaß und Kontakte knüpfen im Vordergrund stehen. Sie sollen dabei Ängste abbauen und ein Gefühl für die eigenen Grenzen entwickeln. Die Jugendlichen blühen dabei auch wirklich auf; wie zuletzt bei einem Ausflug zur Sommerrodelbahn nach St. Corona, wo auch Betreuerin Barbara Koth dabei war“, erzählt Horst Langer.

„Rainbows“ für Kinder in stürmischen Zeiten

SOS Kinderdorf-Burgenland Leiter Marek Zeliska war es wichtig, auf die Rainbows-Angebote hinzuweisen: „Dabei werden Kinder, die in Trennungs- oder Scheidungssituation leben, unterstützt und begleitet. Vor allem ist es wichtig, ihnen mögliche Schuldgedanken zu nehmen. In Güssing gelingt das noch nicht ganz, weil die Gruppen oft nicht zustande kommen; deshalb möchte ich das zusätzlich hervorheben. Außerdem gibt es auch professionelle Trauerbegleitung.“

Beide sind sich einig, als Zeliska noch einen Satz anfügte: „Die Not hat sich verändert, aber die Notwendigkeit zu helfen nicht.“