Spital bleibt und baut Angebot aus. Im 120. Jahr des Bestehens bekommt das Spital Güssing eine Station für Akutgeriatrie und Remobilisation.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. September 2020 (05:55)
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl, Ärztlicher Direktor Wilfried Horvath, Pflegedirektorin Bianca Puntigam, Historiker Karl Heinz Gober, Betriebsratsvorsitzender Heinz Kulovits, Christine Hager, Kaufmännischer Direktor Reinhold Hallemann und Josef Glantschnig.
Carina Fenz

24 Betten plus vier ambulante Plätze im Aufbau: Das ist das Geschenk, welches das Krankenhaus Güssing zum 120. Geburtstag bekommt. Die Standortgarantie, welche bereits mehrmals für das Haus abgegeben wurde, gilt nach wie vor. Mit der neuen Station für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR), die bis zum Jahr 2022 entsteht, übernimmt das Krankenhaus Güssing die AGR-Versorgung für das gesamte Südburgenland, zusätzlich zur Basis- und Akutversorgung der Bezirke Güssing und Jennersdorf mit Spitalsdienstleistungen.

In einer Akutgeriatrie und Remobilisation behandelt spezifisch geschultes Personal ältere Patienten insofern, dass zusätzlich zur Behandlung der akuten Erkrankung auch danach getrachtet wird: Dass die Betroffenen weiterhin möglichst selbstständig ihr Leben führen können, dass weitere Funktionsverluste vermieden werden, dass die Lebensqualität erhalten und verbessert wird und dass Patienten in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können oder dass ihre Rehabilitationsfähigkeit hergestellt wird.

„Wir werden die häuserübergreifende Zusammenarbeit stärken und damit einerseits die wohnortnahe Basisversorgung verbessern und andererseits dem Standort Güssing eine neue Fokussierung für die Zukunft geben – von der inneren Medizin über die Orthopädie bis zur Akutgeriatrie und Remobilisation. Dies alles wird ein rundes Ganzes ergeben – vor allem als Angebot für die ältere Generation“, erklärt KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl.

In Zahlen festgehalten ergibt sich dadurch ein Investitionspaket im Umfang von fast acht Millionen Euro in den kommenden Jahren. Dazu Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Um eine moderne, wohnortnahe Gesundheitsversorgung für alle Burgenländer sicherzustellen, ist es notwendig neben den Neubauten auch in die bestehenden Standorte zu investieren.“ Außerdem werde das Krankenhaus zukünftig neben der Grundversorgung und Versorgung für Not- und Akutfälle eine wichtige Rolle für die Gesundheitsversorgung der älteren Generation im Landessüden einnehmen.

Neue Spitalschronik erscheint 2021

Die neue Spitalschronik wird im Jahr 2021 erscheinen. Das Erscheinen hat sich wegen der Covid-Pandemie verzögert und ist nun für das gesamtburgenländische Jubiläumsjahr 2021 geplant. Federführende Autoren werden sein: Historiker Karl Heinz Gober, Franz Spiegl, ehemaliger Primar für Anästhesie und Intensivmedizin sowie der derzeitige Ärztliche Direktor Wilfried Horvath.