Güssing

Erstellt am 13. Oktober 2018, 05:22

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Uhudler für Europa. Noch immer sind sechs Rebsorten für den Weinbau in Europa verboten. Der Verein Arche Noah setzt sich für die Legalisierung ein.

Großes Interesse herrschte beim Uhudler - Fest in Güssing, auch internationale Gäste fanden den Weg auf die Burg.  |  zVg

Auf der Burg feierte der Verein Arche Noah die Vielfalt der verbotenen Rebsorten, und über 300 Gäste folgten der Einladung und feierten mit. Darunter auch Winzer aus dem Südburgenland, Italien, Slowenien, Frankreich und Rumänien. „Das Verbot muss weg. In vielen Regionen in Europa bilden die Weine einen wichtigen Teil ihrer Identität - wie der Uhudler im Südburgenland“, fordert Kathrin Dolan, Leiterin der Politik-Abteilung des Vereins.

Konkret handelt es sich dabei um die Sorten Noah, Clinton, Othello, Jacquez, Herbemont und Isabella. Mit dabei war auch Landesrätin Verena Dunst, die schilderte, wie im Jahr 2016 die Rodung von Uhudler-Weingärten von der Landesregierung verhindert wurde und der Uhudler auf eine legale Basis gestellt wurde. Die EU-Kommission hat bereits im Juni einen Vorschlag eingebracht, um das Uhulder-Verbot aus dem EU-Recht zu streichen. Mit einer Entscheidung ist allerdings erst 2019/2020 zu rechnen.