Güssing

Erstellt am 16. Januar 2019, 04:01

von Dorothea Müllner-Frühwirth

Wirbel um Volksschule. Die ÖVP möchte den Neubau schneller realisieren, die SPÖ hält mit dem mittelfristigen Finanzplan dagegen.

Symbolbild  |  Von BlurryMe, Shutterstock.com

Unstimmigkeiten gibt es rund um den geplanten Neubau der Volksschule. Die ÖVP ortet politisches Kalkül hinter der Verschiebung des Neubaus. „Es hat schon vor der Wahl 2012 die Forderung und das Versprechen der SPÖ bezüglich des Neubaus der Volksschule gegeben. 2017 ist es wieder im Wahlprogramm gestanden. Nun ist der Bau für 2021 vorgesehen“, erklärt Vizebürgermeister Alois Mondschein.

„Wir müssen jetzt ein Darlehen aufnehmen, und wir werden es auch 2021 aufnehmen müssen. Das Gebäude wird nicht mehr den Ansprüchen gerecht. Die Verschiebung des Neubaus geht auf Kosten der Schüler.“ Mondschein würde auch eine Überprüfung der Möglichkeit einer Integration der Volksschule in die Neue Mittelschule begrüßen. Grund dafür sind die rückläufigen Schülerzahlen. 1980 waren noch 700 Schüler in der Neuen Mittelschule, 2018 nur mehr 270. Die Volksschule zählt zur Zeit 122 Schüler.

„Es wäre die wirtschaftlich günstigere Variante. Ich bin aber auch für einen Neubau offen, darüber sollten wir mit Experten diskutieren. Wichtig ist, dass wir gleich etwas tun“, führt Mondschein aus. „Es freut mich, dass die ÖVP nach langem Blockieren nun so aufs Tempo drückt“, kontert Bürgermeister Vinzenz Knor. „Im Wahlprogramm 2017 bis 2022 ist der Vorschlag für den Bau getätigt worden. Der mittelfristige Finanzplan bietet erst 2020 die Möglichkeit, einen Schulbau zu finanzieren. Es muss dabei viel berücksichtigt werden, wie zum Beispiel die Barrierefreiheit.

2019 soll der Grundsatzbeschluss gefasst werden, die Umsetzung erfolgt dann 2020/2021. Das Projekt wurde bereits im Stadtrat diskutiert, es gibt die Möglichkeit hier Ideen einzubringen, da kann man in kleinerem Gremium alles diskutieren.“