Wirtschaftsförderstelle in Betrieb genommen. Der zweite Standort der Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG) wurde nun im Technologiezentrum in Güssing realisiert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (05:30)
WiBuG-Geschäftsführer Harald Zagiczek, Landesrat Christian Illedits, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Südburgenland-Manager Werner Unger und Bürgermeister Vinzenz Knor.
Carina Fenz

In der vergangenen Woche wurde der zweite Standort der Wirtschaft Burgenland, der im Technologiezentrum seinen Sitz hat, in Betrieb genommen. Ziel der landeseigenen Wirtschaftsgesellschaft ist es, die Ansiedlung und Förderung von Unternehmen in den strukturschwachen Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf gezielt in Angriff zu nehmen. Das war nicht immer so, denn „bisher war der Schwerpunkt bei Firmenansiedlungen stark auf das Nordburgenland konzentriert“, räumte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ein. Im Süden habe man „immer weggeschaut“. Angesichts der steigenden Abwanderung und der schrumpfenden Bevölkerungszahlen müssten alle Regionen gleich behandelt werden und „es soll keine Nord-Süd-Diskussion mehr geben“, so Doskozil.

Ein Schwerpunkt des regionalen WiBuG-Teams unter der Leitung von Südburgenland-Manager Werner Unger soll die Schaffung eines gemeindeübergreifenden Wirtschaftsparks an der in Bau befindlichen Schnellstraße S7 im Lafnitztal sein. „Alle Gemeinden sollen hier mitprofitieren“, wünscht sich Doskozil.

Ein spezieller Fokus im Technologiezentrum Güssing soll auch auf den Startup-Sektor mit dem Branchenfokus Energie — „Co-Working Space“ — gelegt werden. „Mit dieser Ausrichtung kann sich das Burgenland österreichweit klar positionieren und Startups regional wie überregional ansprechen“, erklärt Wirtschaftslandesrat Christian Illedits.

Während im Namen der SPÖ Landtagspräsidentin Verena Dunst und namens der ÖVP Wirtschaftssprecherin Melanie Eckhardt die Einrichtung der neuen Zweigstelle der WiBuG in Güssing begrüßten, kam von der FPÖ Kritik. Wirtschaftssprecher Alexander Petschnig spricht von einer „Aufblähung von Apparaten“ und vermutet, dass es vor allem darum gehe, die „mehr als mangelhafte Nutzungsquote“ des Technologiezentrums Güssing anzuheben.