Klimesch-Group baut Standort aus. In dieser Woche wurden fast eine Million Pfingstrosen in Heiligenkreuz geerntet. Neu ist der Ab-Hof-Verkauf am Firmengelände, der nun zum ersten Mal gestartet hat.

Von David Marousek. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:56)

Mittlerweile dürfte der Großteil der insgesamt vier Pfingstrosenfelder im Heiligenkreuzer Industriegebiet schon abgeerntet sein. Auf insgesamt acht Hektar Fläche erstreckt sich im Lafnitztal das größte Pfingstrosenfeld Österreichs. Diese wachsen neben Chicorée, Radicchio, Mini-Wassermelonen, sowie Kohlsprossen.

Verantwortlich dafür ist unter anderem Geschäftsführer Lukas Klimesch, der sich mit seiner Firma 2018 im Südburgenland ansiedelte. 27 Arbeitsplätze sind seitdem entstanden. Noch heuer will das Unternehmen um 200.000 Euro ausbauen. „Das Unternehmen bringt uns Wertschöpfung und Arbeitsplätze für den gesamten Bezirk“, lobt Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker (SPÖ). „Der Name Heiligenkreuz wird dadurch in ganz Österreich bekannt“, freut sich auch Bürgermeister Edi Zach (SPÖ).

Laut Geschäftsführer Lukas Klimesch soll die Produktion „so nachhaltig wie möglich“ stattfinden. Vom Import will er nicht abhängig sein. „Unsere Produkte gibt es bei Floristen zu kaufen, aber auch bei Lebensmittelhändlern wie Billa und Merkur“, ergänzt Klimesch. Alle Produkte werden in Österreich verkauft. Ein Exportverkauf wird erst im nächsten Jahr angedacht.

Ab-Hof-Verkauf startete mit Wochenbeginn

Neu in diesem Jahr ist die Möglichkeit, direkt im Werk einzukaufen. „Von 7 bis 17 Uhr können im Betrieb Pfingstrosen gekauft werden. Es wäre der erste Ab-Hof-Verkauf in Heiligenkreuz“, erklärt Lukas Klimesch. „Das ist ein wahrer südburgenländischer Vorzeigebetrieb“, lobt Landtagspräsidentin Verena Dunst die Klimsesch-Group.

Übrigens: Es gibt weiterhin Bedarf an Arbeitskräften im Betrieb und auf dem Feld. „Genügend Arbeitsplätze sind noch frei, auch für Facharbeiter. Das Pendeln nach Wien ist nicht immer nötig“, erklärt Verena Dunst abschließend.