SV Güssing: Rasser-Traumtor bei Rapid-Kantersieg. Der österreichische Rekordmeister Rapid Wien gewann zum 100. Geburtstag des Güssinger Sportvereins klar mit 10:1.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 07. September 2019 (13:59)
Patrick Bauer
Julian Laky (in rot), der im Offensivbereich des SV Güssing beheimatet ist, im Duell mit Christoph Knasmüllner.

Ganz Güssing hatte sich am Freitagabend herausgeputzt, um ein würdiges Ende unter ein intensives Sportjahr zu setzen: Die 100-Jahr-Feierlichkeiten des GSV samt dem freundschaftlichen Gastspiels von Rapid Wien erreichte seinen Höhepunkt, der mit 2. Liga-Meistertitel und Traumstart in die Burgenlandliga - sechs Spiele mit 12 Punkten - kaum besser verlaufen hätte können.

So war alles angerichtet und auch wenn es der Wettergott nicht ganz mit Johannes Jandrisevits und Kollegen hielt, kamen viele Zuseher, um den Grün-Weißen auf die Beine zu sehen.

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Der Güssinger Defensiv-Allrounder Moritz Antoni (in rot) stellte die Rapidler mit Raphael Strasser doch vor einige Probleme.

Diese wurden auch nicht enttäuscht, denn knapp nach Spielbeginn trafen die Rapidler zum 0:1, während nur wenige Minuten später Roman Rasser seinen großen Auftritt hatte. Der schnelle Stürmer setzte nach einer Güssinger Ecke den Ball vom Sechzehnereck ins lange Kreuzeck und sorgte für kollektiven Jubel bei den Hausherren.

Die Rapidler, die mit einigen jungen Kickern antraten, taten sich daraufhin schwer, richtige Akzente zu setzen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es dann deutlicher, auch weil man den Heimischen das kräftezehrende Meisterschaftsspiel am Mittwoch gegen Markt Allhau (2:1) ­– der Kick wurde aufgrund des Jubiläums vorgezogen – anmerkte.

Nach Seitenwechsel konnte die Elf von Hannes Winkelbauer dem Rekordmeister dann nur noch wenig entgegensetzen, wobei Rasser noch einmal die Stange traf. Letztendlich hieß es 1:10 für die Mannen von Didi Kühbauer, die sich nahbar gaben und jeden Autogramm- und Fotowunsch erfüllten.

"Einmaliges Erlebnis"

Auch auf GSV-Seite, wo man einstellig bleiben wollte, was nicht ganz gelang, war man sehr zufrieden. So sagte Edelzangler Michi Kulovits, der auch kurz die Kapitänsbinde trug, zur BVZ: „Es war ein schönes Erlebnis gegen so einen großen Traditionsverein zu spielen. Für mich persönlich war es eine tolle Erfahrung und ein einmaliges Erlebnis. Mich freut aber besonders, dass unser Kapitän Johannes Jandrisevits, der sein Karriereende bekanntgab, noch einmal eingewechselt wurde.“

Alles weitere zum SV Güssing, der Burgenlandliga und auch zum Rapid-Spiel gibt es wie gewohnt  am Mittwoch in der Print-Ausgabe der BVZ.