Eindeutiges Votum für den Ortschef bei Stichwahl

Erstellt am 28. Oktober 2022 | 05:53
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Bei der Stichwahl für das Amt des Bürgermeisters in Kukmirn hat sich ÖVP-Kandidat Werner Kemetter gegen BMK-Konkurrent Klaus Kroboth durchgesetzt.

Der alte und auch der neue Bürgermeister von Kukmirn heißt Werner Kemetter. Der ÖVP-Kandidat hat sich in der Stichwahl deutlich vor seinem Herausforderer Klaus Kroboth durchgesetzt. Auf dem amtierenden Ortschef entfielen 62,62 Prozent der Stimmen, Kroboth hielt bei 37,38 Prozent.

Mit seinem Ergebnis sorgte Werner Kemetter auch für das beste Stichwahl Ergebnis eines ÖVP-Kandidaten im ganzen Burgenland.
Für den Ortschef keine Selbstverständlichkeit: „Ich bin von diesem großen Zuspruch wirklich überwältig, vor allem weil ich in dieser Deutlichkeit nicht damit gerechnet hätte“, gibt sich Kemetter sichtlich gerührt.

Die Gründe für seinen Wahlsieg sieht er in der Stabilität der Vergangenheit. „Ich bin seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und habe mich immer als kompetenter Partner für die Bevölkerung gesehen und damit habe ich mich scheinbar nicht getäuscht“, so Kemetter, der schon voller Tatendrang für die Aufgaben in den nächsten fünf Jahren ist.

„Es gibt genug zu tun und jetzt ist der Zeitpunkt, wo wir damit starten“, spricht Kemetter große Projekte, wie die Neuerrichtung des Gemeindeamts an, „die wir weiterverfolgen wollen.“ Wichtig sei ihm aber trotz aller Vorhaben auch ein sorgsamer Umgang mit den Finanzen.

„Die Gemeinde steht mittlerweile auf gesunden finanziellen Beinen und das soll auch in Zukunft so bleiben, auch wenn die Herausforderungen nicht kleiner werden, sondern im Gegenteil“, meint Kemetter. Wo er nicht zur Tagesordnung übergehen möchte, ist die Zusammenarbeit mit der Bürgerliste BMK. „Hier braucht es in Zukunft mehr Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen“, wird Kemetter deutlich.

BMK-Listenchef Kroboth: „Stehe als Vize bereit“

BMK-Listenchef Klaus Kroboth zeigt sich nach der verlorenen Stichwahl — er ist zum dritten Mal bei einer Bürgermeisterwahl angetreten — trotz Niederlage, zufrieden. Den Wahlsieg von Kemetter kommentiert Kroboth als „eindeutiges Ergebnis.“
„Meine Ausgangsposition war schwerer, aber trotzdem konnten wir einiges zulegen und das freut mich schon sehr“, so Kroboth. Sein Amt als Vizebürgermeister will er auch in Zukunft behalten, „aber da kann ich meiner Fraktion natürlich nicht vorgreifen. Ich stehe jedenfalls bereit“, erklärt er.

Mehr Zusammenarbeit, alte Reibungspunkte

In Sachen Zusammenarbeit mit der ÖVP wird es auch in Zukunft viele Reibungspunkte geben. Ziel sei es aber, besser miteinander zu können. „Es soll schon darum gehen, dass wir alle gemeinsam das Beste für die Großgemeinde wollen und auch darum, dass wir alle miteinander auskommen“, gibt sich Kroboth versöhnlich. „Großer Streitpunkt“, so Kroboth“, werde aber das Gemeindeamt bleiben“, weil „wir sind nach wie vor der Meinung, dass ein Umbau günstiger kommt und sinnvoller ist.“