Kukmirn

Erstellt am 20. Juni 2018, 05:00

von Carina Fenz

Notlösung für Limbacher Landesstraße . Die Limbacher Landesstraße wird auf 600 Metern saniert, weitere 1,4 Kilometer müssen aufgrund fehlender Finanzen warten.

Ausbau/Sanierung L406 zwischen Limbach und Kukmirn, August 2018 bis Juni 2019, Länge zwei Kilometer, Kosten 700.000 Euro.  |  BVZ, zVg/Baudirektion

Die Sanierung des rund zwei Kilometer langen Straßenstücks der Limbacher Landesstraße hätte bereits im Jahr 2013 erfolgen sollen. Heuer im Herbst ist es jetzt endlich soweit. Das Land Burgenland hat die Baumaßnahme ins Straßenbauprogramm aufgenommen, der Gemeinde damit aber keine große Freude gemacht.

„Wir wurden heuer im März darüber informiert, dass dieses Straßenstück gemacht werden muss. Gehwege und Straßenbeleuchtung sollen von der Gemeinde bezahlt werden und genau das ist das Problem“, erklärt Bürgermeister Werner Kemetter (ÖVP). Aufgrund der angespannten finanziellen Lage ist die Aufnahme eines zusätzliche Kredits nicht möglich. „Das Land Burgenland hat uns dann gesagt, dass wir bis zu 50 Prozent der Durchschnittskosten den Anrainern als Anliegeleistung verrechnen können. Das würde uns zwar helfen, aber die Anrainer belasten“, so Kemetter.

Gemeinde hat keine große Freude mit Sanierung

Auch die Bürgerliste und die SPÖ stemmen sich vehement dagegen, „dass die Gemeinde die Bevölkerung dafür zahlen lässt, was in den vergangenen Jahren intern verfehlt wurde“, machte die Opposition im Zuge einer extra anberaumten Gemeinderatssitzung ihrem Ärger Luft. „Im Gegenzug hat aber auch keiner einen Lösungsansatz gehabt, wie das Problem gelöst werden kann“, wehrt sich Ortschef Kemetter, der sich vom Land Burgenland in dieser Causa „überrumpelt“ fühlt.

Seit Montag gibt es jetzt eine alternative Lösung vom Land, bis die Gemeinde die Situation rund um die Finanzierung der Eigenmittel geklärt hat. „Wir werden in einem ersten Schritt rund 600 Meter im unverbauten Gebiet sanieren und die restlichen 1,4 Kilometer zu einem späteren Zeitpunkt“, erklärt Baudirektor Wolfgang Heckenast. Die Ausschreibungen sollen Ende Juni erfolgen, Baustart soll dann noch im Herbst dieses Jahres sein.