"AquaPinka": Wasserbewirtschaftung kennt keine Grenzen

Erstellt am 02. Dezember 2022 | 04:39
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Zogen Resümee über das Pinka-Projekt: Gruppenvorstand Josef Wagner (Gruppe IV) der Landesverwaltung des Landes Burgenland, Landesrat Heinrich Dorner, Bálint Kondora (Vizepräsident der Hauptversammlung des Komitats VAS) und Direktor Robert Gáal (Direktion für Wasserwesen von West-Transdanubien, v.l.).
Foto: Landesmedienservice/Daniel Fenz
Das Land setzt mit „AquaPinka“ auf gemeinsame Ressourcen mit Ungarn. Ein nachhaltiger Managementplan für die Pinka soll nachhaltige Wasserbewirtschaftung ermöglichen, vor allem im Hinblick auf die Klimaveränderungen.

Das Wasser macht bekanntlich auch nicht an der Grenze zweier Länder halt. So entschlossen sich das Land und das Komitat VAS gemeinsam, durch das Interreg-Projekt „AquaPinka“, sich für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung einzusetzen.

Ziel des Projektes, das im Jänner 2020 gestartet wurde, war es, einen einheitlichen Bewirtschaftungsplan zu erstellen. Dabei wurden Wasserressourcen, Wassernutzung, ökologische Vorschriften oder Hochwasserschutz abgestimmt und überwacht. Das war auch ein wesentlicher Teil des bilateralen Monitorings, bei dem Grundwasser, hydrografische Oberflächen, die Wassergüte, aber auch Fischaufstiegshilfen in der Pinka überwacht wurden. Das Projekt unterstützte in erster Linie die Arbeit und Entscheidungsfindung bei wasserfachlichen Beurteilungen und Entscheidungen. Weiters lieferte es Informationen für die Bevölkerung entlang der Pinka.

Wenig Niederschläge, wenig Wasser in der Pinka

Ein Punkt ist auch die Niedrigwassersituation der Pinka. Die Niederschläge, die in den letzten Jahren sehr spärlich waren, fehlen dem Grundwasserspiegel. Die Starkregenereignisse im Sommer führen dazu, dass das Wasser oft nicht einsickern könne, erklärt Christian Seiler, Leiter des Hauptreferates Wasserwirtschaft. „Der gemessene Durchfluss der Pinka beträgt durchschnittlich 2,8 Kubikmeter, heuer lag er bei 0,2 pro Sekunde“, so Seiler.

Ein Umstand, der zeigt, dass man Veränderungen ökologisch verträglicher gestalten müsse. Das betonte auch Landesrat Heinrich Dorner, der bei der Präsentation erklärte: „Das Ziel, nachhaltige Wasserwirtschaft zu erzielen, ist hier gelungen. Die gute internationale Zusammenarbeit beweist gerade in der aktuellen Situation eindrucksvoll, dass der Klimawandel und besonders die Trockenheit nicht an einzelnen Landesgrenzen Halt machen.“ Für Dorner ist es daher wichtig, dass Projekte gemeinschaftlich abgewickelt werden, „und gemeinsame Regeln zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu entwickeln“, so Dorner weiters.

Bálint Kondora, Vizepräsident der Hauptversammlung des Komitats VAS (Ungarn), erklärte in Eberau: „Das Thema Wasser beschäftigt uns schon lange und muss auch in der Zukunft oberste Priorität haben. Der Klimawandel spielt dabei eine wichtige Rolle.“