Große Trauer um „Erdbeerkaiser“ Stekovits

Erstellt am 05. Mai 2022 | 05:02
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8347437_owz18cari_bgus_neuberg_nachruf_siegfrie.jpg
Siegfried Stekovits ist im 76. Lebensjahr verstorben.
Foto: BVZ
Nur wenige Tage nach seinem 75. Geburtstag ist der Neuberger Siegfried Stekovits nach längerem schweren Leiden verstorben.

Wer kennt sie nicht, die „Stekovits Erdbeeren“? Landwirt Siegfried Stekovits, der seit vielen Jahren Erdbeeren zu seiner Leidenschaft machte, ist nur vier Tage nach seinem 75. Geburtstag verstorben. Der leidenschaftliche Landwirt und Jäger war zehn Jahre lang Mitglied der Landwirtschaftskammer in der Fraktion der SPÖ Bauern und vertrat dort die Interessen der Bauernschaft.

Dabei hat Stekovits nicht immer den Beruf den Landwirten ausgeübt. In seiner Jugend erlernte er den Beruf des Malers, ehe er in die Landwirtschaft wechselte. Viele Jahre war er bei der Gemeinde Wien beschäftigt, ehe er vom Nebenerwerbslandwirt zum Vollerwerbslandwirt in Neuberg wurde.

Sein durch Jahrzehnte erworbenes Fachwissen setzte er mit Liebe und Einsatz in seinem Betrieb um. Ende der 70er-Jahre wurde Siegfried Stekovits auch Jäger. Seit 1989 stand er der Jagdgesellschaft Neuberg als deren Jagdleiter vor. In seiner Zeit als Jagdleiter errichtete die Jägerschaft die Hubertuskapelle, einen eigenen Kühlraum für das erlegte Wild, aber auch gesellschaftliche Ereignisse wie der Jägerball und regelmäßige Fahrten der Volksschüler zur „Werkstatt Natur“ in Marz wurden unter seiner Leitung organisiert.

Siegfried Stekovits hinterlässt seine Gattin Maria, zwei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder, aber auch seine Mutter Agnes, die am 5. Feber dieses Jahres ihren 100. Geburtstag feierte.

Am 30. April wurde Stekovits beigesetzt. Vor allem viele JagdkollegInnen fanden den Weg nach Neuberg, um dem Verstorbenen das letzte Geleit zu geben und um ihm die letzte Ehre zu erweisen, unter ihnen auch die Jagdhornbläser, die ein letztes Halali bliesen.