7.500 Blumen für ein Bloch. Am 15. Feber findet in Neuhaus am Klausenbach ein Blochziehen statt. Bei den Vorbereitungen ist fast die ganze Ortschaft eingebunden, vor allem aber die Damen.

Von David Marousek. Erstellt am 17. Januar 2020 (03:55)

Auch wenn das Blochziehen erst am 15. Februar über die Bühne geht, sind bereits jetzt im Schnitt 25 Damen dabei, die Dekoration für das Bloch herzustellen. „Rund 7.500 Blumen aus Krepppapier machen wir, dazu noch 350 Meter Girlanden“, erklärt Monika Pock. Drei Mal in der Woche treffen sich alle Beteiligten in den Räumen der Feuerwehr. Gemeinsam mit dem Sportverein helfen die Ladys, dass der Baum, der eine Braut darstellen soll, Mitte Februar geschmückt ist.

Dagmar Egger-Schneider ist eine der Damen des Dekorationsteams: „Das Blumen machen ist eine entspannende Arbeit, aber auch mit dem Wissen, dass es nur alle zehn Jahre stattfindet“, lacht sie. Ihre Nachbarin ruft rüber „wenn es nur beim Kochen auch so wär“. Auch das gehört zur Tradition dazu, das gemütliche Zusammensitzen und Vorbereiten der Veranstaltung. Mit dem Traktor wird das Bloch dann durch den Ort gezogen, früher wurde der Stamm händisch gezogen. Doch auch die Männer sind gefragt. Die unverheirateten Burschen gehen im Anzug von Haus zu Haus, teils auch bis in die Steiermark und laden zur Hochzeit der „Fichtenbraut“ ein. Das Brauchtum gibt es in Neuhaus bereits seit Mitte der 50er-Jahre und wird alle zehn Jahre abgehalten.