Ein dickes Übernächtigungsplus: Boom bei Thermen. Ein dickes Übernächtigungsplus sorgt im Südburgenland für positive Stimmung und einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 11. September 2019 (03:52)
BVZ
Die Thermen laden zum Entspannen ein, und das unabhängig vom Wetter. Die Stegersbacher Hotels sind besonders beliebt.

Bei der kürzlich veröffentlichten Statistik der Tourismuszahlen im Burgenland hat Stegersbach die Nase ganz weit vorne. Von Jänner bis Juli gab es eine Steigerung der Übernachtungen von durchschnittlich 7,3 Prozent, alleine im Juli verzeichnete man in der Region eine Steigerung von 16, 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind fast 3.000 Gäste mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

Spürbarer Anstieg bei Gästeanfragen

„Wir waren im Sommer mit der Auslastung sehr zufrieden. Unser neues Schwimm- und Gartenparadies ist bei den Gästen sehr gut angekommen. Für Herbst und Winter erwarten wir eine ähnliche Gästenachfrage wie im letzten Jahr“, bilanziert Johann Haberl vom Hotel Larimar. Auch im Allegria Resort freut man sich über die gute Auslastung. „Natürlich sind wir über jede Steigerung im Hotel – und Thermenbereich sehr dankbar und zufrieden, da es die Zukunft des Unternehmens und dadurch viele Arbeitsplätze in der Region sichert. Aber natürlich ist auch die Wetterunabhängigkeit ein Thema. Aus derzeitiger Sicht können wir auch von einer Steigerung für die Herbst, beziehungsweise Wintersaison, ausgehen“, sieht Karina Weinbacher positiv in die Herbstsaison.

Obmann fordert weitere Initiativen

Tourismus-Obmann Richard Senninger zeigt sich zwar mit der bisherigen Bilanz zufrieden, sieht aber auch noch Verbesserungspotenzial: „Wir freuen uns über die Nächtigungszuwächse bis August dieses Jahres sehr, im Wissen wie schwierig sich die Marktsituation in den Thermenregionen darstellt. Im Gesamten befindet sich die Region Stegersbach vermutlich am höchsten Auslastungsgrad innerhalb des Burgenlandes, daher dürfen wir prozentuellen Zugewinnen nicht jede Aufmerksamkeit schenken, viel wichtiger ist die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Es muss darüber nachgedacht werden, mit welchen Initiativen, Investitionen und infrastrukturellen Maßnahmen die Region weiter gestärkt werden kann. Persönlich sehe ich auf alle Fälle auch weiteres Potenzial für individuelle Gastgeberbetriebe.“

Für Josef Puchas, Inhaber des puchasPLUS, sind deshalb Weiterbildungen und Schulungen für seine Mitarbeiter essenziell. „Im Grunde genommen sind es die Hoteliers, die sich keine teuren Autos kaufen und Luxus-Urlaube verbringen, sondern schauen, dass die Hotelbetriebe laufen, sich größten Teils sieben Tage die Woche um den Betrieb kümmern und deren überdurchschnittlicher Einsatz, in dem sie ihr ganzes Privates hinter den Betrieb stellen“, resümiert Puchas.

Auch im Balance Resort Stegersbach zeigt man sich zufrieden: „Die Nächtigungszahlen im Balance Resort Stegersbach stiegen seit der Wiedereröffnung im Jahr 2017 mit dem neuen Konzept des „1. Falkensteiner Premium Adults-Only-Hotel“ auffallend an. Die Herbst- und Wintersaison ist im Balance Resort Stegersbach begehrt für eine kurze Auszeit vom Alltag. Gerade deswegen erwarten wir in diesen Monaten eine ähnlich hohe Nächtigungszahl wie in den beiden vergangenen Jahren.“