Neues Genusszentrum am Lagler-Areal geplant. Josef Puchas übernimmt das Wohlfühlhotel und die Brennerei Lagler in Kukmirn. Investiert werden in den nächsten fünf Jahren bis zu 10 Millionen Euro.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (06:19)

2019 hat die WiBuG, in deren Eigentum das Seminarhotel Lagler seit dem Jahr 2014 ist, angekündigt, das Haus zu sanieren. Im April dieses Jahres hat der Stegersbacher Hotelier Josef Puchas Interesse am Haus bekundet (die BVZ berichtete). Die Verhandlungen waren zu diesem Zeitpunkt weit fortgeschritten. Jetzt ist alles unter Dach und Fach: Das Haus wird saniert, sogar ausgebaut.

Der Eigentümer des Stegersbacher 4-Sterne-Thermenhotels PuchasPLUS, Josef Puchas, übernimmt die Immobilie und wird in eine neue Perspektive investieren. Das gaben Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landesrat Christian Illedits und Josef Puchas bekannt. Der Umbau des früheren Kukmirner Familienunternehmens soll sukzessive umgesetzt werden.

Von einem „sehr guten Tag für den Tourismus im Südburgenland“ sprach Doskozil: „Die WiBuG hat das Hotel und die Brennerei in einer wirtschaftlich schwierigen Phase aufgefangen und saniert. Mit Josef Puchas konnte nun ein Investor gefunden werden, der zugleich ein touristischer Fachmann ist. Damit sind die Zukunft und eine positive Weiterentwicklung dieses wichtigen touristischen Standortes im Südburgenland gesichert“, betonte der Landeshauptmann. „Vor allem das Südburgenland profitiert von der Schaffung und Erhaltung der Arbeitsplätze, zudem wird der Wirtschaftsstandort gestützt,“ ist Wirtschaftslandesrat Christian Illedits überzeugt.

„Die WiBuG ist 2013 eingesprungen, um das insolvente Unternehmen aufzufangen. Bei der nunmehrigen Privatisierung legten wir großen Wert auf eine nachhaltige Perspektive und ein stetiges Wachstum des Unternehmens“, sagt Harald Zagiczek, Geschäftsführer der Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG).

Touristisches Rund-Um-Paket. Konkret geplant ist die Errichtung eines Wellness- und Seminarhotels, eines Obstgarten-Resorts mit Bungalows, Chalets und Residenzen, eines Seminarzentrums, eines Genussheurigens mit bis zu 120 Sitzplätzen, eines Gesundheitszentrums, einer Schaubrennerei und eines Genusszentrums.
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Es ist angedacht, den Hotelbestand in ein Seminarzentrum umzubauen und ein Hotel mit etwa 140 Betten mit einem Badehaus neu zu errichten. Die Zielgruppe des Hotels ist mit den plus 40-Jährigen und einem Schwerpunkt auf Senioren eindeutig positioniert. Dies fügt sich perfekt in die touristischen Stärken des Südburgenlandes ein – nämlich Ruhe und Entschleunigung. Ist die Erweiterung abgeschlossen, rechnet sich Josef Puchas für Kukmirn insgesamt rund 30.000 Nächtigungen pro Jahr aus. Im Endausbau werden 35 bis 40 Mitarbeiter beschäftigt werden.

„Das Projekt werde nach einem ‚Fünfjahres-Masterplan‘ realisiert werden. In einem ersten Schritt sollen noch heuer die Brennerei konsolidiert und modernisiert und das Sortiment ausgebaut werden, in weiterer Folge das Obstgartenresort mit dem Erlebnisheurigen und dem Genusszentrum, schließlich der Hotelbetrieb mit dem Wellness-, Gesundheits- und Seminarzentrum umgesetzt werden“, so Puchas, der die Gesamtinvestitionen mit 6 bis 10 Millionen Euro beziffert.