Bürgermeister Helmut Kopeszki: „Weiß nichts von Flüchtlingsheim“

Ein Asylquartier in der Gemeinde Tobaj, wie von der SPÖ vermutet, wird es laut Innenministerium nicht geben. Ortschef Helmut Kopeszki will der Sache jetzt auf den Grund gehen.

Erstellt am 25. November 2021 | 05:41
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Bürgermeister Helmut Kopeszki investiert in einen Schulzubau. Bis 2022 soll eine Turnhalle entstehen.
Foto: BVZ

Es waren Gerüchte, die in der Vorwoche für viele Diskussionen rund um den angeblichen Plan des Bundes, ein Asylquartier in der Gemeinde Tobaj zu errichten, gesorgt haben. Das Innenministerium dementierte dementsprechende Pläne recht schnell. Für Bürgermeister Helmut Kopeszki (VP) ist die Sache aber noch nicht vom Tisch. „Ich weiß nichts von einem Flüchtlingsheim in meiner Gemeinde und daher werden wir klären, wie diese Gerüchte in Umlauf gekommen sind“, beruft sich der Ortschef auf ein klärendes Gespräch mit politischen Vertretern in den nächsten Tagen. „Ich denke schon, dass das Innenministerium mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen hätte, sollte es solche Pläne geben. Das ist allerdings nicht passiert“, so Kopeszki weiter.

Tobaj zeigt seit Jahren, dass Integration funktioniert

Seit vielen Jahren ist die Gemeinde Tobaj durch ihre Asylunterkunft im Ortsteil Deutsch Tschantschendorf ein Paradebeispiel, in Sachen funktionierender Integrationspolitik. „Aktuell gibt es rund 20 Personen in der Unterkunft und ich kann sagen, dass das Zusammenleben sehr wohl funktioniert“, so Kopeszki.

SPÖ und FPÖ spielen dem Bund den Ball zu

Ins Rollen gebracht wurde die Causa rund um das geplante Asylquartier von der SPÖ. „Sollten sich diese Gerüchte bestätigen, spricht sich die SPÖ Güssing vehement gegen dieses Vorgehen des Innenministeriums aus“, meinte SP-Bezirksvorsitzende Verena Dunst, die von einem Armutszeugnis der „türkis-grünen Asyl- und Migrationspolitik“ sprach. Die FPÖ forderte von der SPÖ, sich beim Bund für einen Asylstopp für das Burgenland einzusetzen und forderte einmal mehr einen Grenzzaun.