Larimar öffnet, andere Ressorts bleiben noch zu. Das Larimar öffnet am 29. Mai. Reiters Allegria, Therme und auch Falkensteiner Balance Ressort bleiben vorerst noch zu.

Von Daniel Fenz und Carina Fenz. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:10)
Hotel Larimar

Wie in der Gastronomie, so gibt es auch in der Hotellerie einige Betriebe, die nicht zum erstmöglichen Zeitpunkt der möglichen Öffnungsphase ihre Hoteltüren aufsperren. In der größten Tourismusgemeinde im Bezirk Güssing hat sich neben dem Falkensteiner Balance Ressort auch das Reiters Allegria mitsamt der Therme dagegen entschieden.

„In der Therme nützen wir die Zeit für Renovierungs-, Ausbesserungs- und Ausbauarbeiten“, erklärt Hotelchef Karl Reiter, der aber auch nicht mit Kritik spart. „Die vielen Maßnahmen, auf die wir Rücksicht nehmen müssen, sind aber auch ein Stolperstein, für uns und auch die Gäste. Das merken wir natürlich auch bei den Buchungen und die geringe Auslastung bringt natürlich große Verluste“, so Reiter. Sowohl die Therme, als auch das Allegria sollen dann erst mit 3. Juli öffnen.

„Im Einklang mit der Natur“— unter diesem Motto steht die Wiedereröffnung des Falkensteiner Balance Resort Stegersbach am 26. Juni. Dann wird erstmals auch das neue nachhaltige Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau für die Gäste des Hauses erlebbar sein. Das eigens angelegte Ökosystem ist mit einer Fläche von 5.000 Quadratmetern der größte hoteleigene Permakultur-Garten Österreichs.

Réne Sulzberger, General Manager des Fünf-Sterne-Resorts, ist stolz auf sein jüngstes Projekt: „Unser Permakultur-Garten soll zum einen natürlich ein Wohlfühl- und Rückzugsort für unsere Gäste werden, zum anderen verfolgen wir aber auch den Weg der Nachhaltigkeit und möchten den Bereich der Selbstversorgung nach und nach ausbauen“.

Larimar startet gut vorbereitet am 29. Mai

Im Larimar von Johann Haberl steht der Start ab 29. Mai unter dem Motto „Veränderung statt Verschlechterung“. „Wir versuchen, die Balance zwischen Hygiene, Sicherheit und guter Auslastung zu schaffen, dafür haben wir uns gut vorbereitet“, erklärt Haberl. Die Großzügigkeit des Hotels lässt die Abstandsregel im Larimar kein Problem sein.

Die Auslastung sei in Ordnung. „Auch, weil wir ständig versucht haben, in der Zeit der Schließung, mit den Gästen in Kontakt zu bleiben“, meint Haberl, der aber auch Kritik äußert. „Beim Verständnis für alle Regeln, die wir einhalten und auch kontrollieren werden, die Sicherheitsbestimmungen für einen Saunabesuch sind eindeutig zu streng.“ Mit Kritik spart der Hotelier auch nicht an Bund und Land. „Außer der Kurzarbeitsregelung und Steuer- und Krankenkassenstundungen gab es keine Unterstützung vom Bund in dieser Zeit. Auch, dass das Land Burgenland keinerlei Hilfen anbietet, ist befremdlich“, meint Haberl, der auch für die Region einen noch größeren Schaden sieht, weil sich nicht alle Hotels in der Region zur gleichen Zeit dazu entschlossen haben, wieder ihre Pforten zu öffnen.