Wieder Schätze aus der Römerzeit gefunden. Ofenstelle und Grubenhaus sollen Hinweise auf große Römersiedlung bringen. Gegraben wird erst wieder 2021.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. September 2020 (06:01)
Lokalaugenschein. Bürgermeister Kurt Wagner mit den Archäologiestudenten Leoni und Numa.
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Das vierte Jahr in Folge wurde in Wörterberg für archäologische Zwecke gegraben. Im Laufe der letzten Jahre wurde unter anderem ein Teil eines römerzeitlichen Industrieviertels freigelegt, Öfen aus der Römerzeit wurden ebenfalls gefunden.

Einige der interessanten Fundstücke stammen aus der La-Tène-Zeit, einer Epoche der jüngeren vorrömischen Eisenzeit. Auch heuer wurde man wieder fündig. „Eine Ofenstelle und ein Grubenhaus konnten in doch recht erheblichem Ausmaß freigelegt werden. Interessant dabei war, dass verkohltes Getreide aus den Bodenproben ausgewaschen wurde. Bei den Untersuchungen soll festgestellt werden, wie das Getreide entwickelt war und wie es sich zum heutigen Getreide unterscheidet“, erklärt Otto Pfeiffer, Obmann des Vereins „Lafnitztal Historik“.

Die Gemeinde Wörterberg beteiligte sich an den Baggerarbeiten.
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Pfeiffer selbst hat 2003 ein Holzfass aus der Römerzeit an der Lafnitz entdeckt. Der Startschuss für die ersten Grabungen, die damals von Bundesdenkmalamt durchgeführt wurden und jetzt von Archäologiestudenten der Uni Wien. Bereits jetzt steht fest, dass die Grabungen im nächsten Jahr fortgeführt werden. „Es gibt noch viel zu entdecken, die Siedlung wird als sehr groß vermutet“, erklärt Pfeiffer.