Mindestens 69 Tote bei Großbrand in Dhaka. Bei einem Großbrand in der Hauptstadt von Bangladesch sind mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Der Rettungseinsatz in Dhaka laufe weiter, berichtete ein Offizier der Feuerwehr und des Zivilschutzes am Donnerstag. Befürchtet wurde eine steigende Zahl an Opfern.

Von APA Red. Erstellt am 21. Februar 2019 (06:38)
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Großbrand in der Altstadt von Dhaka

Das Feuer war den Angaben zufolge am Mittwochabend im Erdgeschoß eines vierstöckigen Gebäudes ausgebrochen, in dem Chemikalien gelagert wurden. Danach breitete es sich auf drei benachbarte Häuser aus. Über die Ursache für den Brand in der Altstadt Dhakas gab es zunächst offiziell keine Auskünfte.

Der Generaldirektor für Feuerwehr und Zivilschutz, Ali Ahmed, sagte, es seien 41 Menschen verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Rund 200 Helfer arbeiteten am Unglücksort, um weitere Leichen zu bergen. Nach fünf Stunden sei das Feuer unter Kontrolle gebracht worden. Die Polizei von Dhaka erklärte, das Feuer habe sich so schnell wegen der zahlreichen Lagerhäuser mit Chemikalien in der Gegend ausgebreitet. In der Altstadt von Dhaka befinden sich zahlreiche enge Gassen.

Die Zeitung "The Daily Star" berichtete, bei dem Gebäude handle es sich um ein Lager für Chemieprodukte. Die "Dhaka Tribune" zitierte einen Augenzeugen, dem ein Geschäft gegenüber des Lagers gehört. Resaul Karim sagte, zunächst sei ein Gaszylinder vor dem Gebäude explodiert. Das Feuer habe sich über Stromkabel ausgebreitet und zur Explosion eines Elektro-Trafos geführt. Das Gebäude mit den Chemikalien sei sofort in Flammen gestanden. Abdul Karim sagte dem "Daily Star", er habe neben dem Gebäude gestanden und plötzlich einen Knall gehört. Es habe wie eine Explosion geklungen. Dann seien Flammen aus dem Gebäude gekommen, er sei von einem Stück geborstenem Glas getroffen und verletzt worden.

Im Jahr 2010 waren in Dhaka den Angaben zufolge bei einem Brand in einem Gebäude, in dem ebenfalls Chemikalien lagerten, mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen. Damals wurde öffentlich als Konsequenz gefordert, Depots für Chemieprodukte aus solchen Gebieten zu verlegen - was offenbar jedoch nicht geschah.