Gefahrenguttransport auf der A2 aus dem Verkehr gezogen. Bei Verkehrskontrollen auf der A2 stoppten die Beamten beim Rastplatz Leobersdorf am Montag ein polnisches Sattelkraftfahrzeug mit schweren technischen Mängeln.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 03. August 2021 (14:19)

Im Tank des Sattelanhängers befanden sich 24 Tonnen eines hochentzündlichen, für die Umwelt gefährlichen Gemisches aus Aceton und Toluene. Gelenkt wurde das Fahrzeug von einem 45-jährigen weißrussischen Fahrer, der die Fracht in Italien geladen hatte und damit nach Polen unterwegs war.

Die Beamten konnten bei vier der sechs Reifen des Sattelanhängers so schwere Mängel feststellen, dass die Weiterfahrt sofort untersagt werden musste: Ablösungen und Beschädigungen der Laufflächen, die soweit reichten, dass der Stahlgürtel sichtbar war, Schnitte in der Seitenwand eines Reifens, die ebenfalls bis zum Stahlgürtel reichten, sowie eine gravierende Unterschreitung der Mindestprofiltiefe.

"Vor allem durch die Beschädigungen bestand die ständige Gefahr des Platzens einer oder sogar mehrerer Reifen, was auf Grund der gefährlichen Ladung im schlimmsten Fall zu katastrophalen Ausmaßen führen hätte können", so die Landespolizeidirektion Niederösterreich in einer Aussendung.

Neben den technischen Mängeln wurden beim Lenker auch noch mehrere sehr schwerwiegende Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeitbestimmungen sowie abgelaufene Prüffristen bei den erforderlichen Feuerlöschern festgestellt.

Die Weiterfahrt wurde bis zur Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes untersagt.  Von dem 45-jährigen Lenker wurde eine vorläufige Sicherheitsleistung eingehoben. Er wurde der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.