Gemeinheit! Bettler täuschen Auto-Notfälle vor. Achtung! Die Polizei warnt vor Gaunern, die am Straßenrand lauern und Lenker mit wilden Gesten zum Anhalten drängen.

Von Udo Sagl. Erstellt am 04. April 2018 (06:06)
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Betrugsmasche: Autofahrer stoppen und eindringlich um Hilfe bitten.

„Ich war mir sicher: Da ist etwas Schlimmes passiert. Da braucht jemand dringend Hilfe.“ Ein 65-jähriger Autofahrer aus dem Kamptal schildert, wie er – ebenso wie andere Lenker – mit gemeinen Gaunern Bekanntschaft gemacht hat.

Erst „Diesel, Diesel“, dann „Geld, Geld!“

Es war am 27. März, kurz nach 15 Uhr. Der Kamptaler war auf der B 218 von Langenlois nach Krems unterwegs, als er bei der Haltebucht auf Höhe des Flugplatzes Gneixendorf von einer wild gestikulierenden Gestalt regelrecht gestoppt wurde.

„Der Mann bat mich eindringlich, dass ich ihm helfe. Zunächst dachte ich an einen Unfall“, berichtet der gutgläubige Straßenkamerad. Bald stellte sich der „Notfall“ als Schwindel heraus.

„Diesel, Diesel“, gab der bullige, etwa 30 Jahre alte Fremde von sich. Jetzt behaupteten er und seine Begleiterin, der Treibstoff sei ausgegangen. Und plötzlich hieß es: „Geld, Geld!“

Da erkannte der hilfsbereite Lenker den „Hinterhalt“. Er fuhr davon und verständigte die Polizei. In der Folge ergriffen aber auch die Täter die Flucht.

Die Vorgangsweise erinnert frappant an den Trick rumänischer Schwindler, die in ganz Österreich am Werk sind.

Auf der Strecke von Siegendorf nach Sollenau gab es zuletzt gleichartige Vorfälle, wobei es den Betrügern zum Beispiel gelang, von einem Helfer 100 Euro gegen ungültige rumänische Banknoten einzutauschen.