Brutale "Home Invasion": 85-jähriges Opfer starb. Erneut Mordalarm im Bezirk Neunkirchen. Eine alleinstehende Pensionistin soll am Montagabend von Unbekannten in ihrem Zuhause überfallen, brutal misshandelt und getötet worden sein.

Von Philipp Grabner und Christian Feigl. Update am 17. September 2019 (11:39)

Wie Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller am Montagabend auf Anfrage der NÖN Neunkirchen bestätigte, dürfte die 85-jährige Frau inThomasberg am Abend bei einem Einbruch in ihrem Eigenheim ermordet worden sein: „Wir gehen derzeit von einer Home-Invasion mit gewaltsamer Todesfolge aus“, so Neumüller zur NÖN am Montagabend.

Bedienstete der Polizeiinspektion Grimmenstein waren gegen 20.40 Uhr alarmiert worden - beim Eintreffen konnten sie durch ein offenes Fenster des Einfamilienhauses eine am Boden liegende Frau wahrnehmen. Die Polizisten führten sofort Reanimationsmaßnahmen durch, welche jedoch erfolglos blieben.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen dürfte ein vorerst unbekannter Täter in das Haus eingebrochen und von der 85-Jährigen überrascht worden sein. Er dürfte in weiterer Folge stumpfe Gewalt gegen die Frau ausgeübt haben, wodurch diese tödliche Verletzungen erlitt. Anschließend soll der Täter durch ein Fenster geflüchtet sein.

Es wurde umgehend eine Alarmfahndung eingeleitet, an der auch ein Polizeihubschrauber sowie das Einsatzkommando Cobra beteiligt waren. Der Tatverdächtige dürfte auf der Flucht in einen Unfall auf der Südautobahn verwickelt worden sein. Die Ermittler des Landeskriminalamtes Niederösterreich gehen jedenfalls davon aus, dass zwischen der Gewalttat und dem Unfall auf der A2 im Gemeindegebiet von Warth (Bezirk Neunkirchen) ein Zusammenhang besteht. Diesbezügliche Überprüfungen dauerten laut Holub am Dienstag an. 

Eine Einvernahme des Mannes, der ins Krankenhaus gebracht wurde, sei noch nicht möglich gewesen, sagte Polizeisprecher Heinz Holub am Dienstag in der Früh auf Anfrage.