Auch Scheibbs hat ab Samstag Ausreisekontrollen

Zum vierten Mal in Folge überschritt der Scheibbser Bezirk heute Freitag laut Dashboard der AGES die 500er-Grenze bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der hohe Wert von 567,8 (236 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen) bedeutet, dass der Mittelwert der letzten sieben Tage mit 501,8 hauchdünn über der 500er-Grenze liegt und damit auch der Scheibbser Bezirk ab sofort Hochinzidenzgebiet ist. Somit gibt es wie im Bezirk Melk ab Samstag Ausreisekontrollen.

Erstellt am 22. Oktober 2021 | 16:29

"Wir haben die Verordnung soeben erlassen und gehen dabei im Gleichschritt mit dem Melker Bezirk. Sprich auch bei uns wird es an sich immer abwechselnden Ausfahrtspunkten aus dem Bezirk Scheibbs ab Samstag Ausreisekontrollen durch die Polizei geben. Jeder, der aus dem Bezirk rausfahren will, benötigt dann einen gültigen 3G-Nachweis", erklärte Bezirkshauptmann Johann Seper gegenüber der NÖN am Freitagnachmittag. Am Freitag waren im Scheibbser Bezirk aktuell 329 Personen mit dem Covid-19-Virus infiziert. Das Landesklinikum Scheibbs verzeichnete elf Corona-Patienten (die meisten in allen Mostviertler Landeskliniken). Ein Corona-Patient liegt auf der Intensivstatoin.

An den ersten drei Tagen wird es bei der Ausreise nur eine Abmahnung durch die Polizei geben. Ab Dienstag werden Autolenker oder auch Insassen, die keinen gültigen 3G-Nachweis haben, zurückgeschickt. Falls sie dennoch weiterfahren, müssen sie mit einer Anzeige rechnen.

Zwischen den Bezirken Scheibbs und Melk wird es allerdings vorerst keine Kontrollen geben. Zumindest solange auch der Bezirk Melk Hochinzidenzgebiet ist. "Ich rechne allerdings damit, dass der Bezirk Melk viel früher wieder heruntergestuft wird als wir. Denn dort ist die Impfquote aktuell bei 59,9 Prozent. Sobald der Melker Bezirk die 60-prozent-Marke überschreitet, werden die Maßnahmen wieder aufgehoben, sobald die Inzidenz unter 500 fällt. Das wird zwar auch noch einige Zeit dauern, aber uns gilt aufgrund der niedrigen Impfquote von 57,8 Prozent im Bezirk eine Inzidenz von 400, unter die wir kommen müssen, damit die Kontrollen wieder aufgehoben werden", erklärt Seper.

Diese hatte der Scheibbser Bezirk schon zwei Wochen lang im April dieses Jahres. Damals wurden in diesen 15 Tagen insgesamt 10.970 Personen kontrolliert. Dabei gab es 356 Zurückweisungen (nicht einmal vier Prozent aller Fahrzeuge) und nur drei Anzeigen.