Mikl-Leitner fordert "Geschlossenheit und Klarheit". Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erwartet sich von der Bundesregierung mehr "Geschlossenheit und Klarheit".

. Erstellt am 23. September 2020 (21:20)
APA/HELMUT FOHRINGER

"Wenn es um eine Krise geht, ist Geschlossenheit und Klarheit wichtig. Ich verlange Geschlossenheit und Klarheit im Land, und ich verlange das auch im Bund. Und das verlangen auch die Bürgerinnen und Bürger", sagte Mikl-Leitner im "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) zu den jüngsten Debatten um die Corona-Maßnahmen.

Speziell bei der Corona-Ampel sei das nicht gelungen, da habe es keine Klarheit gegeben. "Ich fordere grundsätzlich wieder eine engere Zusammenarbeit ein, nicht nur innerhalb der Bundesregierung." Zu dem für Freitag angesetzten Gespräch im Kanzleramt zwischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und den Landeshauptleuten sagte Mikl-Leitner: "Ich halte das für eine gute Vorgangsweise."

Bezüglich der Vorverlegung der Sperrstunde auf 22.00 Uhr, bei dem Niederösterreich bisher nicht mitzog, ist laut Mikl-Leitner noch keine Entscheidung gefallen. Am Mittwoch hatten die Bundesländer Vorarlberg, Tirol und Salzburg diesen Schritt angekündigt, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) appellierte vor allem an Wien und Niederösterreich, es diesen gleich zu tun.

Laut Mikl-Leitner wird nun am Wochenende der Niederösterreichische Sanitätsstab tagen, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen. Dass sie am Dienstag dem Wunsch von Kurz nicht entsprochen hatte, erklärte die Landeshauptfrau so: Es seien erst am Tag davor neue Maßnahmen in Kraft getreten. Jetzt wolle man sich erst einmal ansehen, wie sich die Verschärfung der Maskenpflicht auswirke. "Ich schließe weitere Maßnahmen generell auch in Niederösterreich nicht aus", sagte sie zum "Kurier".