Red Bull hofft weiter auf Entwicklungsstopp bei Motoren. Red Bull Racing und AlphaTauri hoffen weiter auf einen Entwicklungsstopp bei den Formel-1-Motoren, um damit auch nach diesem Jahr Honda-Aggregate nutzen zu können. Der japanische Konzern verlässt nach dieser Saison die Königsklasse, doch die Teams von Milliardär Dietrich Mateschitz haben sich mit Honda bereits auf eine Motoren-Übernahme für die Zeit danach geeinigt. Sofern der Internationale Automobilverband (FIA) diese absegnet. Nächste Woche soll eine Entscheidung fallen.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 22. Januar 2021 (05:00)
Helmut Marko hofft auf den "Engine Freeze" in der Formel 1
APA (AFP)

"Es ist alles geklärt zwischen uns. Das Timing steht. Alle sind in den Startlöchern. Aber es gibt erst ein Okay, wenn wir schriftlich einen Nachweis von der FIA haben, dass der Entwicklungsstopp auf der Motorenseite kommt", sagte Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko in einem am Donnerstag erschienen Bericht des deutschen Fachmagazins "Auto Motor und Sport". "Wir warten auf die Entscheidung der FIA. Da sollte nächste Woche eine entsprechende Klarstellung erfolgen."

Marko wehrte sich, dass es dabei um eine "Lex Red Bull" gehe. "Wir haben einen Kostendeckel. Wir diskutieren über eine Einschränkung und Reduzierung bei den Fahrergehältern. Nur bei den Motoren soll weiter alles offen bleiben. Noch dazu, dass die Tendenz ganz klar dahin geht, dass das neue Motorenreglement auf 2025 vorgezogen wird. Dieser Motor war leider ein derartiger Kostentreiber. Jetzt da noch weiter zu investieren, macht keinen Sinn", betonte der Steirer mit Blick auf die seit 2014 eingesetzten V6-Turbo-Hybrid-Triebwerke.

Marko hofft daher, dass die Motorenhersteller Mercedes, Ferrari und Renault dem Plan eines Entwicklungsstopps zustimmen. "Für die Formel 1 ist es eine ganz klare Vernunft-Entscheidung." Sollte dieser "Engine Freeze" aber abgelehnt werden, dann droht der Motorsport-Königsklasse eine Zerreißprobe. "Das würde bedeuten, dass Red Bull seine Formel-1-Situation drastisch überdenken muss", versicherte Marko, dass es keinen Plan B für die beiden Mateschitz-Teams gebe. "Das ist keine Erpressung. Aus reinen Vernunft- und Kostengründen ist ein Engine Freeze der einzige Weg mit diesen unglückseligen Triebwerken."