Rapid kämpft in Altach um vierten Sieg im vierten Spiel. Rapid peilt am Samstag in Altach die Fortsetzung des erfolgreichen Starts in die Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga an. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel könnten die Hütteldorfer Platz eins weiter festigen. Mattersburg will daheim gegen Innsbruck Platz zwei verteidigen, Hartberg spielt bei der Admira um seinen Premieren-Erfolg nach dem Grunddurchgang.

Von APA Red. Erstellt am 19. April 2019 (17:08)
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Rapid-Trainer Kühbauer erwartet starke Altacher Mannschaft

Seit dem Amtsantritt des Niederländers Alex Pastoor als Altach-Trainer holten die Vorarlberger zwei Siege und ein Unentschieden. "Altach ist gut drauf, doch auch meine Mannschaft hat durch die bisherigen guten Leistungen genug Selbstvertrauen getankt", erklärte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer.

Der 48-Jährige und seine Spieler reisen am Matchtag per Flugzeug ins Ländle, noch am Samstagabend erfolgt der Rückflug nach Wien. "Uns stehen in den kommenden zwei Wochen viele Spiele, darunter gleich am Dienstag Hartberg auswärts und acht Tage später das Cupfinale in Klagenfurt, bevor. Daher müssen wir unsere Kräfte möglichst gut einteilen und zwei stundenlange Busfahrten wären nicht ideal. Zwei kurze Flüge sind hier sicherlich besser", sagte Kühbauer.

Während Boli Bolingoli gesperrt ist, steht Kapitän Stefan Schwab vor seinem 200. Pflichtspiel für Rapid. "In Altach haben wir uns zuletzt immer schwergetan, die Gastgeber werden auch mit viel Selbstbewusstsein auftreten, aber ich bin optimistisch, dass wir den Schwung der letzten Wochen mitnehmen können. Wir wollen auf dem guten Rasen in Altach die nächsten drei Punkte einfahren und unseren Platz in der Qualifikationsgruppe festigen", meinte der Mittelfeldspieler.

Doch auch bei den Altachern zeigt die Tendenz nach oben, weshalb beim Tabellendritten großer Optimismus herrscht. "Siege vermitteln einer Mannschaft ein Gefühl, das weder durch Training noch durch Gespräche erreicht werden kann", sagte Trainer Alex Pastoor. Vor dem Gegner hat Pastoor erheblichen Respekt. "Rapid spielt sehr abgeklärt und hat genug Qualität, um das Spiel selber zu gestalten, aber wir mögen schwierige Aufgaben."

Für den SV Mattersburg hat das Heimspiel gegen Wacker Innsbruck richtungsweisenden Charakter. Bei einer Niederlage gegen das Schlusslicht wären die Burgenländer mitten im Abstiegskampf, mit einem Sieg hingegen würde der SVM Platz zwei festigen und dürfte sogar mit einem Europacupstart liebäugeln.

Sollte der überlegene Spitzenreiter Rapid die Qualifikationsgruppe gewinnen, wäre der Zweite unabhängig vom Ausgang des Cupfinales zwischen den Hütteldorfern und Red Bull Salzburg im Play-off um einen Platz in der Europa-League-Qualifikation. Derzeit liegen die Mattersburger auf Rang zwei. Der Vorsprung auf den dritten Altach beträgt einen Punkt, Schlusslicht Wacker ist allerdings auch nur sechs Zähler entfernt.

Diese Situation bezeichnete Trainer Klaus Schmidt als "zweischneidiges Schwert. Aufgrund unserer Platzierung ist es unser gutes Recht, uns nach vorne zu orientieren. Wir müssen aber auch im Abstiegskampf aufpassen", warnte Schmidt vor dem Tabellenletzten Wacker Innsbruck: "Das Match in Hartberg haben sie relativ souverän gewonnen, ich schätze sie gleich gut wie alle anderen Mannschaften in der Qualifikationsgruppe ein. Das wird für uns kein Spaziergang."

Die Innsbrucker wollen sich laut Grumser in der aktuellen Krisensituation aufs Wesentliche konzentrieren. "Was wir jetzt brauchen, sind die Grundtugenden des Fußballs. Dazu zählt, in Eins-gegen-Eins-Situationen Entschlossenheit und eine gewisse Grundhärte zu zeigen. In den letzten beiden Runden ist uns das nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben. Deshalb haben wir unter der Woche in diesem Bereich einen Schwerpunkt gelegt und gut trainiert", erklärte der 39-Jährige.

Hartberg startet unterdessen den nächsten Versuch, in der Qualifikationsgruppe erstmals anzuschreiben. Am Karsamstag gastieren die Oststeirer jedoch bei einer Mannschaft, die im Frühjahr zu überzeugen vermochte. Die Admira holte 2019 bisher vier Siege und zwei Remis bei nur einer Niederlage auswärts gegen Rapid.

"Wenn man unsere Frühjahrsstatistik hernimmt, kann man nicht zufrieden sein, wir haben uns für unseren Aufwand noch nicht belohnt. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, und warum sollte es nicht gegen die Admira gelingen?", sagte Hartbergs Trainer Markus Schopp vor dem Antreten in der Südstadt. Die Bilanz seiner Mannschaft in den ersten drei Runden der Quali-Gruppe ist dürftig: Drei Niederlagen, 0:6 Tore.

Die Admira ist einen Zähler vor Hartberg Vierter. Erfolgsgaranten für Trainer Reiner Geyer sind derzeit ein Verteidiger und ein Stürmer. Der im Winter aus Deutschland zurückgeholte Christoph Schösswendter präsentiert sich als gesuchter Organisator der Abwehr. Vorne bereitet Sasa Kalajdzic den Gegnern Kopfzerbrechen. Der baumlange U21-Teamstürmer traf zuletzt in Innsbruck im Doppelpack und bildet gemeinsam mit dem wendigen Patrick Schmidt ein starkes Sturmduo.