Geständnis nach Mord in Gloggnitz. Jener 38-jährige Rumäne, der Freitagmittag eine 83-jährige Pensionistin aus Aue in Gloggnitz auf offener Straße erstochen hat, hat in der Nacht bei Einvernahmen die Tat gestanden.

Von Christian Feigl. Erstellt am 17. August 2019 (10:22)

,,Es gibt ein Geständnis, allerdings kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aus kriminaltaktischen Gründen zum Motiv nichts bekannt geben", so der Sprecher der Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft Erich Habitzl am Samstagvormittag im Gespräch mit der NÖN.

Da der Rumäne sein Opfer nicht gekannt hatte, dürfte die Frau offensichtlich zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sein: Gegen die Messerattacke hatte sie keine Chance und verstarb noch am Tatort.

Inzwischen wurde auch bekannt und bestätigt, dass es gegen den Rumänen zwei Tage vorher in seiner Unterkunft - er arbeitete in einem Pferdegestüt in der Region - einen Polizeieinsatz gegeben hat. Bei Anzeigeerstattung soll auch von einem Messer die Rede gewesen sein, beim Polizeieinsatz war "aber keine Bedrohung ersichtlich und das Wort Messer wurde von keinem der Anwesenden in den Mund genommen", so Raimund Schwaigerlehner vom Landespolizeikommando auf Nachfrage zur NÖN. Es sei deswegen auch zu keiner weiteren Anzeige gekommen.

Wie berichtet musste der Rumäne den Reitstall wieder verlassen, weil die Arbeitsleistung nicht gepasst hatte. Sogar das Busticket für die Heimreise soll noch bezahlt worden sein. Warum er diese nicht antrat und am Freitag dann die Pensionistin erstach, ist weiter Gegenstand aktueller Erhebungen.