Kocher und Platter für Aufsperren der Nachtgastronomie. Sowohl Arbeitsminister Martin Kocher, als auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (beide ÖVP) haben sich am Donnerstag in Innsbruck für das Öffnen der Nachtgastronomie ausgesprochen. Ab 1. Juli sollte es nach derzeitigem Stand möglich sein, Discos und Nachtclubs zu öffnen, zwar mit der 3G-Regel und gewissen Sicherheitsmaßnahmen, aber auch mit Tanzen, erklärten die beiden. "Wenn sich die Lage so weiter entwickelt, soll auch die Nachtgastro wieder aufgehen", sagte Platter.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 10. Juni 2021 (16:01)
APA/HERBERT NEUBAUER

Kocher schloss sich dem gleich an und meinte: "Ich sehe das ähnlich." Mit gewissen Regeln und Sicherheitskonzepten sollte ein Öffnen ab 1. Juli möglich sein, meinte der Minister. Platter ortete indes auch bei den Vereinen noch eine große Zurückhaltung, was das Organisieren von Veranstaltungen und Festen betrifft.

Erst am Mittwoch hatte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) angekündigt, dass ab Juli die Nachtgastronomie wieder normal öffnen darf. Kurz darauf schränkte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) aber wieder etwas ein und meinte, dass die klassischen Aktivitäten in Clubs und Discos - wie Tanzen und Trinken an der Bar - weiterhin nicht erlaubt sein werden. Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat sich dann am Donnerstag ebenfalls für die Öffnung der Nachtgastronomie ausgesprochen.

Indes freuten sich Platter und Kocher beim ersten offiziellen Arbeitsbesuch des Ministers in Tirol über die sinkenden Arbeitslosenzahlen in Tirol. Seit den Öffnungsschritten am 19. Mai sei die Zahl der Arbeitslosen bis dato um rund 10.000 gesunken. Alleine seit Juni gebe es 3.500 Arbeitslose in Tirol weniger. "Man sieht was die Öffnungen ausmachen", sagte Platter.

"Die Probleme werden etwas weniger und die Lage ist etwas besser als erwartet", erklärte Kocher. Tirol habe eine schwierige Situation hinter sich, profitiere jetzt von den Öffnungen aber besonders stark. Trotzdem gebe es derzeit im Bundesland noch 4.000 Arbeitslose mehr als zur selben Zeit im Jahr 2019 und es werde auch noch etwas dauern, bis man wieder auf dieses Niveau zurückkommt, bremste der Minister die Erwartungen ein wenig.