März zu Beginn etwas zu warm, am Ende zu kalt. Der Monat März hat sich in den ersten zwei Dritteln als überdurchschnittlich warm, am Ende aber etwas zu kalt präsentiert. Laut der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) war es im Tiefland um 1,0 Grad Celsius wärmer als im vieljährigen Mittel, auf den Bergen um 0,5 Grad.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 31. März 2020 (13:14)
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Am wärmsten war es am 12. März in Pottschach in Niederösterreich mit 23,7 Grad.

"Temperaturen über 20 Grad in der ersten Märzhälfte sind nicht allzu ungewöhnlich und kommen statistisch gesehen alle zwei bis drei Jahre vor", sagt Klimatologe Alexander Orlik von der ZAMG. Ebenso seien Nachttemperaturen im Minusbereich in der zweiten Märzhälfte nicht ungewöhnlich. Allerdings hat es gegen Monatsende in einigen Regionen für die Jahreszeit ungewöhnlich stark abgekühlt.

Ab 21. März stellte sich die Wetterlage nachhaltig um, und es kam zu einem deutlichen Temperaturrückgang, der in den Niederungen zu strengem Frost führte. Die tiefste Temperatur des Monats unterhalb von 1.000 m Seehöhe wurde mit minus zwölf Grad am 31. März in Bad Bleiberg gemessen. Das sei sehr ungewöhnlich. An mehr als 100 Wetterstationen in Österreich wurden am letzten Tag das absolute Temperaturminimum des Monats registriert. So lag die Anzahl der Frosttage am Ende über jener im Februar, der ungewöhnlich warm verlaufen war.

Im Großteil Österreichs war der März im Vergleich deutlich zu trocken, mit einem Defizit an Niederschlag zwischen 25 und 80 Prozent. Der trockenste Ort war Freistadt in Oberösterreich mit nur 13 Millimeter Niederschlag (minus 78 Prozent in Vergleichsperiode 1981-2010). Feuchter war es vor allem in Osttirol und Oberkärnten, mit meist 25 bis 70 Prozent mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen März. Sonnig war es vor allem im Norden und Osten Österreichs mit bis zu 70 Prozent mehr Sonnenstunden. Die Wetterstation in Gänserndorf in Niederösterreich vermeldete 218 Stunden Sonnenschein im Monat.

Mit Ende März wurde der Vorfrühling zurückgelassen und der Erstfrühling erreicht: Die Marillenblüte neigte sich dem Ende zu, es gab Meldungen zur Blüte von Kirschbäumen. Auch die ersten Kastanien und Birken begannen - zum Leidwesen der Allergiker - zu blühen. Die beobachteten Eintrittszeiten sämtlicher Frühlingspflanzen sind derzeit um zwei bis drei Wochen früher als in einem durchschnittlichen Jahr, ähnlich wie es in den letzten Jahren schon oft der Fall war. Die frühe Entwicklung macht die Pflanzen jedoch anfällig für Frostschäden, wie sie im Obstbau derzeit stellenweise vorkommen.