Getötete Autoinsassen oft nicht angeschnallt. 57 von 200 im Vorjahr auf Österreichs Straßen tödlich verunglückten Pkw-Insassen waren nicht angeschnallt. Das sind 28,5 Prozent der in Autos gestorbenen Unfallopfer, betonte der ÖAMTC am Mittwoch. In Summe waren von 2.150 schwerverletzten Pkw-Insassen knapp zehn Prozent nicht angeschnallt, bei den Leichtverletzten waren es drei Prozent.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 12. August 2020 (08:57)
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"Man sieht deutlich, dass mit steigender Verletzungsschwere der Anteil derjenigen ohne Gurt deutlich steigt", warnte ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose. "Dieses fehlende Sicherheitsbewusstsein ist sehr bedenklich, zumal die freiwerdenden Kräfte schon bei einem Crash mit 30 km/h so hoch sind, dass man sein eigenes Körpergewicht mit Armen und Beinen nicht mehr abstützen kann."

In Crashtests wurde nachgewiesen, dass die modernste Sicherheitsausstattung im Fahrzeug erst im Zusammenspiel mit dem angelegten Gurt und einer korrekten Sitzposition bestmöglichen Schutz bietet. "Der Aufprall ohne Gurt entspricht in etwa einem Sturz aus vier Metern Höhe im freien Fall und kann im schlimmsten Fall tödlich sein", erläuterte Nose.

Als Mitfahrer auf der Rückbank gefährdet man nicht nur sich selbst, wenn man keinen Gurt anlegt, hielt der ÖAMTC fest. Bei einem Crash mit 50 km/h, prallt eine 55 Kilogramm schwere Person mit einem Gewicht von 2,75 Tonnen gegen den Vordersitz und kann den vorne sitzenden Passagieren massive Verletzungen zufügen.

Der ÖAMTC unterstützt die internationale Kampagne #3500LIVES, die Bewusstsein dafür schafft, dass weltweit täglich bis zu 3.500 Menschen im Straßenverkehr sterben. Das aktuelle Sujet "Immer mit Gurt" zeigt Ex-Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso als Botschafter der Kampagne und wird in den kommenden Wochen auch in Österreich auf Werbeplakaten zu sehen sein.