ÖAMTC-Pannenhilfe war 2020 rund 635.100 Mal im Einsatz. Das Jahr 2020 war geprägt von der Corona-Pandemie und den daraus entstandenen Einschränkungen, u. a. in der Mobilität. Die ÖAMTC-Pannenhilfe war dennoch uneingeschränkt einsatzbereit und rückte österreichweit rund 635.100 Mal aus, um Menschen bei einer Panne im Straßenverkehr zu helfen.

Erstellt am 13. Januar 2021 (13:03)
ÖAMTC Gurtner

Das sind im Schnitt 1.740 Einsätze täglich für die Pannenfahrer des Mobilitätsclubs – 7,4 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. „Das ist einerseits allgemein auf das coronabedingt reduzierte Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Andererseits hatten wir heuer im Sommer z. B. keine langanhaltenden extremen Hitzewellen, die für Fahrzeugbatterien genauso strapazierend sind, wie eisige Wintertage. Auch lange Frostperioden waren selten“, erklärt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe.

Vergleicht man die einzelnen Monate, hatten die Gelben Engel 2020 im Jänner (61.300 Einsätze) vor dem August (61.200) und dem Juli (59.700) am meisten zu tun. Damit lagen die beiden Sommermonate sogar auf Vorjahresniveau. Die wenigsten Einsätze wurden im vergangenen Jahr im März gefahren (41.100). Der einsatzreichste Tag des Jahres war der 7. Jänner mit 3.581 Einsätzen, mehr als das Doppelte des Tagesdurchschnitts (1.740).

Im Burgenland waren die Sommermonate August (1.990) und Juli (1.870) die einsatzstärksten Monate im Jahr 2020. Die wenigsten Einsätze gab es unmittelbar nach dem Aufkommen der Pandemie im März und April mit jeweils knapp 1.100 Ausfahrten pro Monat. Insgesamt 18.100 Pannenhilfen bedeuten ein Minus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.

Wenn die Panne vor Ort nicht behoben werden konnte, kam der ÖAMTC-Abschleppdienst zum Einsatz – das war im Vorjahr österreichweit rund 206.800 Mal der Fall, im Burgenland waren die Abschlepper des Mobilitätsclubs mehr als 5.700 Mal unterwegs.

Wien führt im Bundesländervergleich der Panneneinsätze vor NÖ und OÖ

Bundesland         Anzahl
Wien               152.150
Niederösterreich   119.400
Oberösterreich     100.150
Steiermark          83.550
Tirol               56.700
Kärnten             47.150
Salzburg            37.400
Vorarlberg          20.500
Burgenland          18.100
Österreich         635.100

*Summe der Pannenhilfe-Einsätze von 1. Jänner bis 31. Dezember, gerundet

 Jeder dritte Einsatz betrifft die Autobatterie

Rund 37 Prozent aller Einsätze entfiel 2020 auf schwache, leere oder defekte Batterien. Dahinter folgten Motorprobleme (elektrisch sowie mechanisch) mit ca. 25 Prozent der Einsätze und Probleme mit dem Starter oder der Lichtmaschine, welche in rund acht Prozent der Fälle Grund für das Ausrücken eines ÖAMTC-Pannenfahrers waren. Auf den weiteren Plätzen der Pannengründe: Schwierigkeiten mit den Reifen (acht Prozent) und die sogenannten „Aufsperrdienste“ (fünf Prozent).

Der Mobilitätsclub legt bei allen Einsätzen höchsten Wert auf den Schutz von Mitarbeitern und Mitgliedern. „Unsere Pannenfahrer sind natürlich mit Mund-Nasen-Schutz unterwegs und haben Einweghandschuhe, Schutzbrille, Handwasch- und Desinfektionsmittel an Bord und halten selbstverständlich den Mindestabstand ein“, informiert Gerhard Samek abschließend.