Konrad will bei Tour de Suisse "ganz vorne mitfahren". Bei seiner dritten Tour de Suisse will sich Radprofi Patrick Konrad von seiner besten Seite zeigen. Der 27-Jährige aus dem Bora-Team kommt von einem mehr als dreiwöchigen Trainingslager in Osttirol zum Auftaktzeitfahren am Samstag in Langnau. "Ich bin richtig motiviert, ich will ganz vorne mitfahren", erklärte Konrad.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 14. Juni 2019 (10:13)
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Patrick Konrad hat sich viel vorgenommen

Während es Ex-Weltmeister Peter Sagan auf die flacheren Etappen an den ersten Tagen der 83. Auflage abgesehen hat, gilt das Augenmerk seines Teamkollegen Konrad der Gesamtwertung. Für den Niederösterreicher und zahlreiche andere Fahrer ist die schwierige Schweiz-Rundfahrt die Generalprobe für die am 6. Juli startende Tour de France. Da wolle er sich den Feinschliff für den Saisonhöhepunkt holen, betonte Konrad.

Der starke Kletterer war in den vergangenen zwei Jahren in der Schweiz vom dreiwöchigen Giro d'Italia ausgebrannt, im Vorjahr war er dennoch 13. Doch diesmal passen Kopf und Beine. "Ich fühle mich sehr gut", sagte Konrad nach dem Höhentraining. Er weiß, was ihn erwartet. "Es ist von Anfang an anspruchsvoll, man muss jeden Tag fighten", erklärte der Siebente des Giro d'Italia 2018.

Höhepunkte werden die Bergankunft auf dem 2.091 m hohen St. Gotthard-Pass (7. Etappe/21.6.) und die abschließende Königsetappe von und nach Goms mit mehr als 4.000 Höhenmetern über Furka-, Susten- und Grimselpass, drei Bergwertungen der höchsten Kategorie (9. Etappe/23.6.).

Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas hat heuer der Tour de Suisse (1.172 km/fast 19.000 Höhenmeter) als letzten Test den Vorzug vor dem Criterium du Dauphine gegeben, bei dem sich sein Ineos-Teamkollege Chris Froome am Mittwoch bei einem Sturz vor der 4. Etappe schwer verletzt hat. Der Brite hat die Generalprobe in Frankreichs Alpen im Vorjahr gewonnen.

Gut möglich, dass diesmal sein Helfer Egan Bernal (Kolumbien) freie Fahrt bekommt. Der dreifache Gewinner Rui Costa (Portugal/2012-2014) und der zweifache Sieger Simon Spilak (Slowenien/2015, 2017) sind neuerlich dabei.

Als zweiter Österreicher steht Michael Gogl am Start. Der 25-jährige hat sich bei seinen Teams Tinkoff und nun Trek (seit 2017) als Helfer der Stars einen Namen gemacht. Nach Bauke Mollema (Niederlande) im Giro profitiert nun der Deutsche John Degenkolb von der Unterstützung des Oberösterreichers.